Die Zeitleiste - Außerferner Chronik


Chronikeinträge in denen der Begriff Stanzach vorkommt Ich möchte lieber die ganze Chronik erkunden!




1675keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
An die Adresse der Ehrwalder Fassdauben-Hersteller kommt es zu einer Reklamation, da man mit der Qualität der gelieferten Dauben nicht zufrieden ist

Die Bürger von Stanzach klagen, dass die Elmer ihr Vieh am Neren weiden und ihnen dadurch ein Schaden entstünde. Der Streit um eine vom Landrichter von Ernberg bewilligten Vergütungszahlung an die Stanzacher dauert beinahe zwei Jahre an

Im Oktober wird für das Tannheimer Tal eine überarbeitete Rodordnung verfasst



1724keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Wieder ruft der Brandalarm in Reutte zu einem Großbrand

Auf Island explodiert am 17. Mai erstmals der Vulkan Krafla, die Eruptionen werden sich noch bis 1729 fortsetzen

Am 22. Mai erregt eine totale Sonnenfinsternis die Gemüter

Nach zweijähriger Bauzeit wird die neu errichtete Pfarrkirche St. Nikolaus in Tannheim fertiggestellt. Damit hat Andreas Hafenegger aus Haldensee die - nach der Kirche in Neustift im Stubaital - zweitgrößte Landkirche der Diözese Innsbruck erschaffen

Ein Weidestreit bezüglich dem Salober wird Ende August per Dekret zwischen denen von Füssen und der Gemeinde Vils beigelegt



1774keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
In Stanzach werden die Kirche und 10 Häuser ein Raub der Flammen

Der Trierer Kurfürst Klemens Wenzeslaus von Sachsen ist im Juni im Hohen Schloss in Füssen zu Gast. Ein Ausflug nach Tirol führte ihn zum Kniepass, zur Ehrenberger Klause und nach Reutte selbst

Das traditionelle Nikolauslaufen wird verboten

Die Allgemeine Schulpflicht wird auf Erlass der Kaiserin Maria Theresia in Österreich eingeführt

Der Vulkan Vesuv bricht aus



1795keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Nach zeitgenössischen Angaben verlassen rund 1600 Männer das Gericht Ehrenberg um in der Fremde auf Arbeitssuche zu gehen. Die Heimat kann nach einem extrem kalten Winter und einer folgenden, unergiebigen Ernte die Menschen nicht einmal mehr annähernd ernähren

Die Vilser Gerichtsuntertanen bitten das k.k. Pflegamt um Bewilligung, das Getreide aus dem Land Tirol einführen zu dürfen

Im Tannheimer Tal werden trotz der prekären Versorgungssituation französische Kriegsgefangene einquartiert

In einem Sammelakt wird über sogenannte Holzexzesse berichtet, welche unter anderem in Ehrwald, Stanzach, Elmen, Häselgehr und Holzgau verübt wurden

Auch in Schattwald wird von "äußerstem Holzmangel" berichtet

In Zöblen wird die Kirche zum hl. Josef anstelle des Vorgängerbaus von 1682 neu errichtet

Vom Pflegamt wird das Jagen, Fischen, Vogelfangen und Pechklauben in auswärtigen Gegenden ausdrücklich als Verbrechen geahndet, da von Tiroler Wildschützen alle möglichen Exzesse im Hohenschwangauer Territorium vorgekommen seien

In Reutte wird das "Pfarrliche Spital und Armenhaus" eröffnet (heute Seniorenzentrum "Zum guten Hirten")

In Reutte wird ein Namensverzeichnis zahlreicher Ortsfremder angelegt. Es folgen mehrere Abschiebungsmaßnahmen

Der Vilser Rodausschuss beschwert sich wegen des verkürzten Salzdrittels. Von den veranschlagten und vertraglich zugesicherten 10000 Fässern fehlen allein für das Jahr 1795 beinahe 2700 Fass, was einen Verdienstentgang von über 1660 Gulden bedeutet. Man verlangt die Nachlieferung der der fehlenden Fässer



1847keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Am 1. Februar werden am Hahntennjoch drei Einwohner von Boden von einer Lawine erfasst und getötet

Ein Hungerwinter geht zu Ende

Die Abläufe der Zollmanipulation für Getreide für die Schranne Reutte werden erleichtert

Feststellung und Markung der Gemeindegrenzen von Vils

Beschränkung der Holzausfuhr nach Bayern

In Tannheim wird das neue Widum fertiggestellt

Der Erbprinz Karl von Hohenzollern, sowie Karl Erbprinz zu Fürstenberg und Max Prinz zu Fürstenberg weilen im Lechtal (Elbigenalp)



1863keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
In den frühen Morgenstunden des 9. Februar erschreckt ein leichtes Erdbeben die Bewohner von Reutte und dessen Umgebung

Einem Gesuch der Steeger Fraktionen Lechleiten und Gehren auf Vergünstigung bei Getreide-Einfuhr wird stattgegeben

Ein verheerender Großbrand in Nesselwängle legt 42 Häuser in Schutt und Asche

Restaurierung der Schattwalder Pfarrkirche St. Wolfgang

Tiroler Schützen-Zeitung vom 19. Oktober 1863
"Einem Jung-Büchsenmacher im Lechgaue ist es gelungen, eine neue Gewehrzugmaschine zu konstruiren, die vor den bisherigen Zugbänken sehr vieles voraus hat, und einen vierfachen Vortheil gewährt. Der erste Vortheil ist, daß mittelst dieser Maschine einem Gewehrrohre beliebig viele Züge gegeben werden können, von 1 bis 20, 30 und noch mehr. Der zweite Vortheil, daß sie die Windung der Züge, je nach Verlangen, enger oder weiter ausführt. Der dritte Vortheil, daß den Zügen die Richtung nach Rechts oder nach Links gegeben werden kann. Der vierte Vortheil, daß das Innere eines Rohres um zwei Drittheile Zeit schneller, und überdieß viel genauer hergestellt werden kann, als es durch die gewöhnlichen Zugbänke geschieht.
Der Erfinder dieser verbesserten Zugmaschine ist geneigt, seine Erfindung zu verkaufen. Sein Wohnort ist Stanzach im Lechthale, sein Name Robert Lechleitner."




1864keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Es ist das erste Mal von einer Fernbahn die Rede. Die Bahnverbindung soll das Außerfern mit dem Inntal verbinden

Nach dem Tod Maximilians II. von Bayern im März tritt sein Sohn Ludwig II. vom Kronprinzen zum König auf

In Stanzach wird am 26. Mai aus Eifersucht eine junge Frau durch einen Messerstich in den Hals ermordet

Neuschnee und Kälte in den Sommermonaten führen zu frühzeitigen Almabtrieben

Am 13. September wird in Schattwald die neu renovierte Kirche geweiht



1872keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Im Januar erlangen die Käserei-Genossenschaft Jungholz Gold und die Alp-Genossenschaft Tannheim Silber als Staatspreis für Käserei-Genossenschaften des Ackerbauministeriums

Hochwasser am Namlosbach, dabei kommt es in Namlos und Stanzach zu Überschwemmungen

In Schattwald wird eine Mädchenschule errichtet

Am 7. oder 8. August erschütterte ein Erdbeben den Raum Reutte



1874keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Zwischen 2 italienischen Arbeitern und einigen Einheimischen kommt es am 20. März in der Gaststube beim Mohrenwirt zu einem vermeintlich unbedeutenden Wortwechsel. Einer der beiden aus Belluno stammenden Pfannenflicker nimmt die Sache aber offensichtlich ernster als sie ist. Er löscht die Lampe und versetzt zwei am Tisch sitzenden hiesigen Gästen einen Messerstich. Als das Licht die Räumlichkeit wieder erhellt, sinkt der 27jährige Maurer Josef Beirer lautlos zusammen, während ein anderer Anwesender über einen Stich in der Schulter klagt. Der junge Beirer aus Pflach verstirbt wenige Minuten nach der Tat, der andere Verwundete wird in das Spital gebracht. Die beiden Italiener wurden durch k.k. Gendarmen inhaftiert - später wird der 19jährige Tomaso Delorenzo zu 7 Jahren schwerem, verschärftem Kerker verurteilt und nach Verbüßung der Tat aus den Ländern der Monarchie verbannt

Die Muttekopfhütte in den Lechtaler Alpen wird errichtet

Im Lechtal wird von einem Lehrermangel berichtet, so würden "zu Kaisers, Holzgau, Bach, Elbigenalp, Gramais, Stanzach und Forchach [...] die Schule(n) nur von Aushilfslehrern" geführt. In der Gemeinde Bach kommt gar nur ein alter Finanzwach-Aufseher als Lehrer in Dienst und in Gramais ist ein 18-jähriger Wiederholungsschüler als Aushilfslehrer angestellt



1876keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Bei Stanzach zerstört im Januar eine Lawine 40 Hütten des Almdorfes Fallerschein

In Tannheim wird zu Jahresbeginn eine freiwillige Feuerwehr gegründet

In Lermoos kommt es am 5. Juni zu einem Handgemenge, woraufhin der 22jährige Engelbert Hundertpfund dem 28jährigen Nikolaus Bader ein Messer in den Oberschenkel rammt. 2 Wochen später ist der am Wundstarrkrampf verstorben

In Ehrwald kommt es am 2. September zu einer grausamen Tat. Der Mesmer erschlägt mit einer Hacke seine Ehefrau. Nach Aussagen der Bevölkerung litt der Mann bereits seit geraumer Zeit unter "einem bedauernswerten Geisteszustand". Während der sechsjährigen Ehe war es überdies schon mehrfach zu "Reibereien" gekommen. Der Täter stellte sich nach dem Verbrechen selbst beim Gemeindevorsteher und wurde kurz darauf von Gendarmen des Postens Lermoos in Gewahrsam genommen

Ein Verdächtiger von Kleinstockach und einer von Ehrwald müssen sich in Feldkirch vor einem Schwurgericht dem Vorwurf der Geldfälscherei stellen. Ersterer wird zu 13 Monaten und jener aus Ehrwald zu 14 Monaten Haft verurteilt



1881keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 9. Mai kommt es in Ehrwald zu einem Brudermord. Beide Brüder seien "rauhe Gesellen" gewesen und sprachen oft und gern dem Alkohol zu. Auf diese Weise brachten sie ihren Hof in große Schulden und die Streitigkeiten unter den Brüdern nahmen zu. Nach einer durchzechten Nacht ersticht ein Bruder den anderen, der Täter wird in Folge zu 12 Jahren schwerem Kerker verurteilt

Am 15. Mai treiben einige Bauern von Elbigenalp und Elmen ihr Vieh hinab nach Stanzach. Am Rückweg kehren diese in einigen Gasthäusern ein und konsumieren große Mengen an Alkohol. Später - inzwischen sind schon mehrere Teilnehmer dieser Expedition stark angetrunken - kommt es nahe der Grießauer Brücke zu einem Wortwechsel zwischen dem 27-jährigen Eduard Schiffer und dem 34 Jahre alten Bernhard Scheidle. Während die anderen schon weiter ziehen, streiten die beiden weiter. Später schließt lediglich Schiffer zu der Truppe auf, wirft einen abgebrochenen Hirtenstock in die Büsche und meint: "Wenn das eine hin ist, soll das andere auch hin sein!"
Weit hinten konnte man nun doch den stark taumelnden Scheidle erkennen, die Bauern setzten ihren Weg aber ohne abzuwarten fort. Anderntags fand man den Scheidle am Straßenrand sitzend am Zaunpfahl angelehnt und schleppte ihn zum Gasthof Stern in Elbigenalp. Man legte ihn zu Bett, doch in der Nacht des zweiten Tags erlag er seinen Verwundungen - Schiffer hatte ihm mit dem Hieb das Schädeldach eingeschlagen, eine schwere Gehirnerschütterung ließ Scheidle dann zugrunde gehen

In Hinterhornbach ertrinkt am 30. Mai der 5jährige Wilhelm Jochum im Hornbach

Das Prinz-Luitpold-Haus wird im Gebiet des Hochvogels errichtet

Eine Mure zerstört mehrere Hütten und die Kapelle bei Madau

Große Gesteinsmassen lösen sich am Gipfel der Urbeleskarspitze und stürzen mit weithin hörbarem Gepolter in die Tiefe. Die nach dem Bergsturz um den Gipfel wabernden Staubwolken ließen die Bewohner von Bschlabs zunächst tatsächlich an einen Vulkanausbruch glauben



1900keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 14. Jänner ist der 23jährige Michael Grießer - Sohn des Rollenmüllers - damit beschäftigt Holz mit dem Schlitten zu Tal zu fahren. Als die Stämme auf dem Schlitten verrutschen, schnellt der zwischen das Holz geratene Zapin mit solcher Wucht vor, dass er den jungen Mann tödlich an der Stirn trifft

Die Sektion Coburg des D.Ö.A.V. erwirbt im März eine Grundfläche für den Bau einer Schutzhütte in der Nähe des Drachensees

Die neue Jochpassstrasse von Hindelang nach Oberjoch und dem Tannheimer Tal wird feierlich eröffnet

Im Moos bei Lermoos wird am 20. Juli der 26jährige Alois Bader beim Heuaufladen vom Blitz getroffen und getötet

Hochwasser am 21. Juli am Nesselwängler Sulzbach, bei Forchach wird eine Brücke durch eine Mure zerstört und in Stanzach sogar die kurz zuvor neu errichtete Straße weggerissen. Schon drei Tage zuvor wütete ein heftiges Gewitter über der Alpe Mahdberg bei Kaisers, wobei ein 17-jähriger Hirte aus Landeck vom Blitz getroffen wurde und am Tag darauf verstarb

Im Sommer grassiert vornehmlich im Lechtal die Maul- und Klauenseuche

Am 6. August besucht Erzherzog Eugen den Markt Reutte und wird festlich empfangen. Am nächsten Tag besuchte er noch die Stadt Vils und reiste nachmittags über den Fernpass weiter

Am 10. September bricht in der Hinterbischenalpe am Nordhang des Pimig ein Feuer aus, welches beinahe die beiden schlafenden Hirten um ihr Leben bringt. Eine Kuh und ein Kalb haben weniger Glück und verenden in den Flammen



1901keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Im Januar wird in Lechaschau erstmals eine Hundesteuer ("Hundetaxe") eingehoben

"...am 19. März nachmittags von 12 bis 3 Uhr hat in der Gemeinde Bichlbach und deren Fraktionen Wengle und Aue ein heftiger Sturmwind in den Wäldern wie auch an Gebäuden großen Schaden angerichtet. Gleichzeitig wüthete der Sturm auch in Kleinstockach, [...] wo das Kirchthurmdach abgedeckt und in den Bach geschleudert wurde..."

Das Elektrizitätswerk Reutte wird gegründet und es wird sogleich mit dem Bau des Kraftwerkes am Plansee begonnen. Die einstmals mächtigen Stuibenfälle werden dadurch aber zu einem großen Teil ihrer eindrucksvollen Kraft beraubt

In Tannheim wird am 4. April um 11 Uhr nachts ein Brand im Haus des Landwirts Alfons Kleiner bemerkt. Zwei Stunden später liegt das Haus in Schutt und Asche, die in der Nähe befindlichen Gebäude konnten aber von den Feuerwehren des Tales gerettet werden

Am Schwarzenberg bei Pinswang kommt es am 24. April durch Unvorsichtigkeit zu einem Waldbrand. Eine Fläche von etwa 4 Hektar wird dabei eingeäschert

Am 18. Juli wird die Sägemühle in Biberwier durch einen Brand zerstört

Die Coburger Hütte, unweit des Sebensees in den Mieminger Bergen, wird erbaut. Die Einweihungsfeierlichkeiten werden am 6. August begangen

Durch andauernden Regen kommt es Anfang August unter anderem in Stanzach zu Überschwemmungen und der Dorfplatz steht dabei 1 Meter unter Wasser. In Nesselwängle richtet der Hansjörgenbach Sachschäden an. In Wängle werden zahlreiche Felder durch abgegangene Muren verwüstet, in Rieden eine Brücke und in Weißenbach gar zwei Häuser fort gerissen. Des Weiteren wird von zahlreichen weiteren beschädigten Brücken und Straßen berichtet

Als erste Außerferner Gemeinde erhält Jungholz ihren Anschluss an das elektrische Stromnetz

Der Alpengasthof Ammerwald wird durch einen Brand zerstört

Im Tannheimer Tal werden die ersten Stimmen laut, welche eine Neutrassierung der Straße über den Gaichtpass verlangen. Die alte Straße weist Steigungen von bis zu 30% auf und ist somit für die gestiegenen Anforderungen nicht mehr zeitgemäß. Bis zum tatsächlichen Baubeginn der Strecke werden aber noch acht Jahre vergehen

Am 8. Oktober kommt es zu einem Brandereignis durch einen defekten Kamin, in Lechaschau fallen diesem zwei Bauernhöfe zum Opfer



1908keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ein Gebäude mit angebauter Käserei brennt am 22. Februar in Schattwald ab

Am 23. Mai brennt im Schattwalder Ortsteil Kappl die Schmiede des F. Braito nieder

Ebenfalls am 23. Mai kommt es zu einem Brand in Unterletzen, wobei ein Bauernanwesen samt Stadl des Johann Beirer ein Raub der Flammen wird

Wiener Landwirtschaftliche Zeitung vom 6. Juni 1908
Das Ende eines Dorfes. Das gesamte Gemeindegebiet des kleinen Bergdörfchens Gramais bei Häselgehr, in einem Seitentale des Lechtales gelegen, wurde von einem Vorarlberger Konsortium angekauft, das die Häuser niederzureißen und eine große Alpwirtschaft sowie ein großes Fremdenhotel einzurichten beabsichtigt

Dies war dann auch der Auftakt zum Bau des sogenannten "Gramoaserwegs" auf Karrenbreite. Der Abschluss der Bautätigkeiten an dem Weg erfolgte im Jahr 1911

Unwetter die ganze Woche über bis zum Pfingstsamstag (7. Juni): unwetterartige Regenfälle und Hagelschlag ziehen über weite Teile des Außerferns, einzelne Straßenzüge sind unterbrochen, der Hahlebach vermurt den Musauer Ortsteil Roßschläg

Am 12. Juni brennt die Mühle (Hennenmühle) im Ortskern von Tannheim. Die Wehren von Zöblen, Schattwald und Grän eilen zu Hilfe und können den Ort vor dem Schlimmsten bewahren. Einer der Feuerwehrmänner verletzt sich jedoch auf Grund eines Sturzes schwer

Am 18. Juli stürzt nahe Schattwald ein mit Torf voll beladenes Trockengestell um und trifft den 84jährigen Anton Lechleitner tödlich am Kopf - er stand über 40 Jahre lang als Jäger des Prinzregenten Luitpold von Bayern in Dienst

Am 7. August verstirbt der aus Holzgau stammende Heimatforscher Christian Schneller in Rovereto

Auch am 5. September ziehen wieder enorme Regenschauer über das Tannheimer Tal und den nördlichen Teil des Bezirkes und wieder gibt es Vermurungen und Hochwasserschäden zu beklagen

Im Krottental, einem kleinen Seitental des Birkentals, gerät am 12. November eine Fläche von rund 350 ha (ca. 500 Fußballfelder) in Brand. Da die Brandfläche sich recht weit oben am Berg befindet, sind die Löscharbeiten dementsprechend schwierig und die Feuer fressen sich durch die Waldflächen und zerstören dabei auch die Telegraphenleitung

Mitte Oktober scheinen die finanziellen Fragen zur Mittenwaldbahn weitestgehend geklärt. Zur projektierten Fernbahn gibt es Unstimmigkeiten über den Verlauf der Bahntrasse entlang dem Lermooser Moos, da sich die Gemeinde Biberwier in wesentlichen Punkten benachteiligt sieht

Am 10. November kommt es bei Heiterwang zu einem schweren Unfall - der 35jährige Bauer und Viehhändler Martin Baldauf wird von einem beladenen Fuhrwerk überrollt. Er erliegt kurze Zeit später den massiven Brustverletzungen

Das bisher nur im Sommer geöffnete Alpenhotel Ammerwald wird nun auch im Winter betrieben



1910keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ein Sturm fegt am 19. Jänner über Reutte und den Raum Füssen hinweg. Zahlreiche Stromleitungen werden dabei unterbrochen und der Strom fließt erst mehrere Stunden später wieder

Am 22. Jänner geht in den Gazetten die Meldung ein, dass aufgrund des starken Schneefalls die Verbindungswege im Bezirk großteils unterbrochen sind. Am Blindsee hat eine Lawine die Fernpassstraßentrasse verlegt

Ende Jänner wird ein Komet am Abendhimmel über dem Außerfern beobachtet. Ende Mai zeigt sich dann auch der Halleysche Komet über der nordwestlichen Ecke Tirols

Vom Plansee wird berichtet, dass sich der im Vorjahr errichtete Kanal für die Schifffahrt als unbrauchbar erwiesen hat. Den ganzen Mai über kam es nochmalig zu Arbeiten an dem Verbindungskanal, sodass ab dem 1. Juni die Dampfschiffe planmäßig auf den beiden Seen verkehren können

Am 1. Juni eröffnet der Bergführer Fritz Mossauer das direkt am Vilsalpsee gelegene und neu errichtete Unterkunfts- und Schutzhaus 'Schäfhütte'

Mitte Juni (13. bis 15.) Hochwasserkatastrophe im Außerfern und am Lech, welche ein Todesopfer (in Holzgau wird die Elisabeth Mages - geborene Schratz - vom Höhenbach mitgerissen und ertrinkt, wird jedoch erst am 10. Dezember gefunden) fordert. Auch im Tannheimer Tal gibt es große Schäden in den Dörfern und auf den Feldern. Die Straßenverbindung ist großteils unterbrochen und nur mit Mühe kann der Damm der Vils gehalten werden. Im Ehrwalder Becken sind große Teile der Straßen überflutet. Als Folge gibt es häufig Missernten bei den Kartoffeln, was den Kartoffelpreis in die Höhe treibt. Dort wo die Verheerungen am größten sind wird das Militär zur Beseitigung der Schäden hinzu gerufen

Bei Pinswang wird der aus Eisenschienen gefertigte Steg von den Lechfluten fortgerissen

In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni versuchen die beiden Petrijünger und Fabrikarbeiter Alois Wagner und Otto Praxmair ihr Glück beim Fischen - sie finden jedoch den Tod. Die Leichen der beiden werden am Morgen des 24. nahe Pflach aufgefunden

Erdbeben in Bichlbach (5.0)

Der Reichsstraßenbau im Bereich von Ehrwald kommt lediglich langsam voran. Die geplanten Vorarbeiten zum Bau der neuen Trasse der Mittenwaldbahn geraten dadurch ebenfalls ins Stocken

Die Stuttgarter Hütte (AV Sektion Schwaben) wird am 1. August feierlich eröffnet

Am 9. August zieht abends ein Gewitter über dem Reuttener Talkessel auf. In Wängle brennt nach einem Blitzschlag ein bäuerliches Anwesen komplett ab, wobei sämtliches Mobiliar und eine Kuh ein Raub der Flammen werden

Die Ortsgruppe München des Touristenvereines "Die Naturfreunde" erwirbt im August die Musauer Alm

In den Sommermonaten wird der schon seit Jahrzehnten und Jahrhunderten eingestellte Bergbau im Teges- und Gafleintal durch eine deutsche Bergwerks-Gesellschaft wieder aufgenommen

Das Edelweiß wird unter Schutz gestellt

Im November bewilligt der Verkehrsausschuss einen Teil der Geldmittel für die Ausbesserungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Lechtaler Konkurrenzstraße

Am 19. Dezember tagt eine Notstandskommission im Lechtal, mit dem Ziel die wirtschaftlichen Verhältnisse im Bezirk etwas zu heben. Vor allem die Landwirtschaft und und der Handel mit Vieh war einer der drängendsten Punkte. Weiters wurde verlangt: Unterstützung bei der Eigenproduktion von Nahrungsmitteln, bei der Alpwirtschaft, eine Erleichterung der Militärpflicht zum Erhalt der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, Bekämpfung der Landflucht, Unterstützung bei der Lechregulierung, Verstaatlichung der Lechtalerstraße, Straßenverbesserungen speziell in den Seitentälern



1911keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Salzburger Chronik vom 13. Januar 1911
"Im Kniepaß bei Reutte ist der königlich bayerische Jäger Martin Retter erfroren. Unweit Ehrwald wurde der Bauernbursche Johann Reimer erfroren aufgefunden."

Ein Erdbeben erschreckt am 24. April die Bewohner des oberen Lechtales, Schäden gibt es aber keine

Am 19. Mai treten nach einem Unwetter die Bäche über die Ufer und in vielen Häusern läuft das Wasser in den Keller oder gar die Wohnräume. In Pfafflar und über das Joch hinweg im Salvesental wurden wichtige Wege und Brücken weggerissen. Der Viehtrieb gestaltet sich daher schwierig

Im Umfeld von Ehrwald und den Anrainerorten an der Loisach wird über eine Stauung des Sebensees nachgedacht

Am 1. Juni bricht im Haus des Josef Auffinger auf der Kög ein Brand aus, welcher das Anwesen in kurzer Zeit einäschert

In Schattwald verletzt der Knecht des Frächters Benedikt Zobl Anfang Juni seinen Mitknecht mit einer eisernen Gabel so schwer, dass derselbe verstirbt

In Ehrwald wird im Juni mit dem Bau des Loisach-Viaduktes begonnen

Am 18. Juni wird die neu erbaute Brücke zwischen Stanzach und Vorderhornbach fertiggestellt, später wird man sie "Donnerbrücke" nennen

Das Bergwerk Dirstentritt wird wieder in Betrieb genommen

Anfang Juli wird der erste befahrbare Karrenweg durch das Engetal eröffnet, bis dahin konnte das Tal zwischen Tannheim und dem Gebiet von Pfronten nur auf einem Fußweg durchwandert werden

Am 9. Juli eskaliert ein zwischen Bauarbeitern der neuen Bahnstrecke Griesen-Ehrwald ausgetragener Streit. Ein ungarischer tötet dabei einen kroatischen Arbeiter durch mehrere Messerstiche in Kopf- und Brustbereich

Mitte Juli ereignet sich am Rappenschrofen bei Grän ein kleinräumiger Bergrutsch, welcher jedoch einigen Schaden an Waldflächen und Feldern verursacht

Am 22. Juli brennt in Lechaschau das Doppelhaus der Brüder Köpfle komplett nieder. Als Brandursache wird ein defekter Kamin angenommen

Von der Bergmahd müde, legte sich am 25. Juli das Ehepaar Winkler nach getaner Arbeit auf den steilen Bergwiesen in ihr aufgeschlagenes Schlafzelt. Gegen Mitternacht vernahm die Frau ein Poltern und im nächsten Augenblick durchschlug auch schon ein rund ein Kilogramm schwerer Felsbrocken die Zeltwand. Dabei wurde der noch schlafende Mann unglücklich am Kopf getroffen, sodass er eine klaffende Wunde und ein Loch in der Schädelkalotte behielt

Der Ortsvorsteher von Tannheim, Johann Wöber, erwirbt das Gasthaus 'zum Baum', oder wie es früher hieß 'zum Wilden Mann'. Es ist dies die älteste Gastwirtschaft in Tannheim und soll einst von den Grafen von Montfort erbaut worden sein

Am 20. August wird die Telefonverbindung von Imst nach Reutte in Betrieb genommen

Am 12. September wütet ein Waldbrand im Bereich des Gaichtpasses, die Feuerwehren Höfen, Reutte, Nesselwängle und Weißenbach brachten die Flammen schließlich unter Kontrolle. Die gerade neu errichtete Telefonleitung wurde bei dem Brand ebenfalls zerstört

Der Wegbau zu dem entlegenen Ort Gramais wird abgeschlossen

Am 15. Oktober bricht um halb elf Uhr abends ein Brand im Gasthaus "zur Rose" in Lechaschau aus. Die Flammen greifen schnell auch auf das benachbarte Gebäude des Vinzenz Retter über und beide Anwesen werden zum größten Teil vernichtet

Innsbrucker Nachrichten vom 28. Oktober 1911
"(Bei der Holzarbeit den Tod gefunden.) Aus Reutte schreibt man uns unterm 26. d. M.: Heute um 5 Uhr nachmittags ereignete sich im ärarischen Walde bei Schönbichl, in der Nähe von Vils, ein bedauerlicher Unglücksfall. Es waren dort zwei Partien Holzarbeiter beschäftigt, und zwar eine in ziemlicher Höhe und die zweite etwas tiefer, wobei von oben ein Baumstamm losging und den bei der unteren Partie arbeitenden 50jährigen Ferdinand Sprenger von Lech-Aschau bei Reutte, mitriß und sofort tötete. Dem Verunglückten wurde ein Fuß direkt vom Körper getrennt. Der Fall ist umso bedauerlicher, als Sprenger eine Frau mit sieben Kindern hinterläßt. Ob jemanden ein Verschulden trifft, wird die Untersuchung feststellen, die sofort eingeleitet wurde."

Ein Erdbeben lässt am 16. oder 17. November im ganzen Außerfern Mensch und Tier aufschrecken, Dachplatten fallen von den Dächern und Möbelstücke werden verrückt



1924keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ausferner Bote vom 3. Jänner 1924
"Häselgehr. (Dunkle Weihnachten.) Infolge der katastrophalen Schneefälle und durch die Lawinenabgänge im Gramaisertale wurde der Otterbach, der dem Elektrizitätswerk das Wasser liefert, 3 Tage hindurch oft 4-5 Stunden an einem Tage total abgesperrt. Durch die ungeheuren Stauungen des Wassers wurden die Schneemassen in der Gramaiserschlucht in eine Schneesulze verwandelt und brachen damm mit furchtbarer Gewalt nach Häselgehr durch. Dieses Schauspiel der Natur wissen die ältesten Leute nie und sollte es für Erbauer von Kraftanlagen an Wildbächen eine Warnung sein."

Derselbe Schneefall verursachte auch eine Lawine im Gartnertal bei Lermoos. Die gerade erst neu errichteten Hütten und einige Heustadel wurden weggerissen

Bei Weißenbach wird der Lech reguliert

Am 16. März werden die Bewohner von Vils durch die Sturmglocke aus dem Schlaf gerissen. Das Sägewerk des Herrn Triendl Franz steht in Flammen. Trotz der rasch herbeigeeilten Feuerwehr kann die Säge nicht gerettet werden

Mord-Alarm Mitte Juni in Stanzach: Ein 65-jähriger Stanzacher ermordet die 19-jährige Wirtschäfterin Maria Berwanger aus Grießau brutal. Einige Tage später findet man den Mörder in der Nähe von Namlos erhängt auf

Ein Blitzschlag zerstört die etwa 300 Jahre alte Linde in der Nähe der Kirche von Ehrwald

Beim Holztriften stürzt am 25. Juni der 20jährige Adolf Hammerle in den Alperschonbach und ertrinkt

Vom 31. Juli wird berichtet: 'Es gießt unendlicher Regen herab, von den Bergen stürzen die Bäche. Der Lech und seine Zuflüsse schwollen gewaltig an. Ersterer hat bei Holzgau die Brücke weggerissen und bei Grießau die Straße angebrochen. Bei Bach ging eine Mure über die Straße nieder. Eine Menge Holz treibt durchs Tal hinab. Auch der Hornbach hat Brücken weggerissen und das Getöse der Steinmassen, die er talauswärts rollte, übertönte das Rauschen des Regens. Der Rotlech trug eine ertrunkene Kalbin in den Lech hinaus.'

In Elbigenalp wird das Schulhaus saniert

Der Jagdpächter Carl Schwenk aus Ulm lässt die Hängebrücke bei Forchach errichten, um seine Reviere beiderseits des Lechs zu verbinden

Bei Elmen wird am 22. August der von Rieden (Ehenbichl) stammende Postkutscher Schweißgut durch einen Hufschlag so schwer in der Magengegend getroffen, dass er zunächst in das Spital nach Füssen überführt wird. Dort erliegt er jedoch bald seinen schweren Verletzungen

Die DAV-Sektion Regensburg fasst einen Hüttenbau am Roßkarsee bei Gramais ins Auge: "…eine Gruppe der Sektion Regensburg befand sich auf der Suche nach dem Standplatz der geplanten Regensburger Hütte, die an Stelle der von den Welschen geraubten (Geislergruppe) nunmehr im Roßkar (Lechtaler Alpen) errichtet werden soll. Der Standort dürfte die Hütte zur schönstgelegenen der Lechtaler Hütten machen…".
Darüber hinaus soll die Hütte ganzjährig bewirtschaftet werden, um das "herrliche Skigebiet [im Bereich des Roßkares] zu öffnen"

Wegen der grassierenden Maul- und Klauenseuche wird bereits im Juli das gesamte Gebiet um Warth, Gehren und Lechleiten für den Touristenverkehr gesperrt. Auch der Übergang über den Schrofenpass ist verboten

aus: Innsbrucker Nachrichten vom 2. August 1924


Am 1. Oktober wird das neue Geläute (Kirchenglocken) der Firma Graßmayr in Innsbruck eingeweiht

Der Tannheimer Bürgermeister Bernhard errichtet die erste Dampfbäckerei des Bezirkes

In der Vilser Sennerei werden 4 neue Lehrlinge (Lehrsennerei) zugelassen

Die Sektion Stuttgart des D.u.Oe.A.V. lässt die von der Sektion Holzgau in ihren Besitz übernommene Simmshütte am Fuße der Wetterspitze von Grund auf sanieren

Die Fremdenverkehrs-Saison nimmt einen sehr günstigen Verlauf und die Verschönerungsvereine nehmen Fahrt auf

Im November werden in mehreren Häusern von Vils Fälle von Diphterie bekannt. Um eine Ausbreitung zu verhindern wird die Schule geschlossen

In Biberwier ist eine Zündhölzchen-Fabrikation in Betrieb



1936keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Am 25. Februar geht zwischen Steeg und Warth ein Felssturz mit rund 8000 Kubikmetern an Masse auf die Straße nieder. Die Strecke wird dabei auf etwa 90 Metern Länge verlegt

Der Autofrächter Jakob Lechleitner von Stanzach ist wie jeden Tag auch am 18. April mit der Milch aus dem Lechtal unterwegs, welche er nach Pfronten bringt. Aus Unachtsamkeit verliert er nahe Pflach die Kontrolle über sein Fahrzeug und fährt auf einen Wehrstein auf. Durch die Wucht des Aufpralls wird ihm der Brustkorb eingedrückt - nach kurzer Zeit ist er tot

Ein Erdbeben erschüttert am 22. April das Außerfern, es werden leichte Schäden an Häusern und Wohnungen gemeldet

Am 1. September erfolgt die Aufhebung der 1000-Mark-Sperre, zu einer Belebung des Fremdenverkehrs führt diese Maßnahme zu jenem Zeitpunkt jedoch noch nicht

Beim Holzziehen im Schönauer Wald wird der 63jährige Bauer Franz Scharf von seiner Fuhre erdrückt und getötet

Als die Großeltern der 5 Jahre alten Inge Paulweber aus Ehrwald am 17. Oktober ein Feuer entfachen um das angefallene Kartoffelkraut zu verbrennen, gerät das Mädchen zu nahe an die Flammen. Das Kleid fängt Feuer und das Mädchen erleidet schwere Verbrennungen, welchen sie in der Heilanstalt Kreckelmoos schließlich erliegt

Der amtierende Landeshauptmann von Tirol, Josef Schumacher, besichtigt am 18. November das Metallwerk Plansee und das Werk Titanit



1944keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Im Laufe des 22. Januars stürzte ein Bomber der Alliierten Luftstreitkräfte im Bereich des Kreuzkarsees (Hinterhornbach) ab. Eine Bergung der Mannschaft sowie der Maschine konnte in dem steilen Felsterrain nicht durchgeführt werden

Am 14. Februar fallen in Tannheim innerhalb von 24 Stunden 190 cm Neuschnee

Eine Maschine der Wehrmacht stürzt am 24. Juni im Bereich des Vilser Kegels vermutlich wegen dichtem Nebel ab

Am 3. August tobt ein Luftkampf über dem Ehrwalder Becken. Eine Maschine stürzt am Ortsrand von Lermoos in das Moos, 4 Maschinen gehen im Gemeindegebiet von Biberwier nieder (Wampeter Schrofen, Wannig, südöstlich von Biberwier, Brendlkar) und 1 Maschine zerschellt im Bereich der Ehrwalder Alm. Aus den Maschinen wurden insgesamt 16 lebende und 14 tote Besatzungsmitglieder geborgen. Aber auch auf deutscher Seite gab es zahlreiche Abstürze (Jagdflieger): Berwang, Ehenbichl, Grubigstein (Biberwier), Martinau (Elmen), Stanzach und Tuftlalm

Im Hotel Forelle und im Hotel Ammerwald werden Außenstellen des Konzentrationslagers Dachau eingerichtet. Hier werden vorwiegend Häftlinge aus höheren Kreisen interniert



1963keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Der Traualpsee wird erstmals zur Stromgewinnung genutzt, die Kraftwerksturbinen werden ab 1965 ihre Arbeit aufnehmen

Die Betonbrücke zwischen Stanzach und Vorderhornbach wird am 1. Dezember eingeweiht



1964keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
137 mm Niederschlag am 3. Mai in Tannheim

Man beginnt von Grän aus mit dem Bau der Engetalstraße, zuvor gab es lediglich einen schmalen Karrenweg. Die Wegverbreiterungen und Asphaltierungsarbeiten können 1968 an der Landesgrenze abgeschlossen werden. Bis der Straßenzug jedoch von deutscher Seite ab Pfronten bis zu der Grenze errichtet wird, werden weitere vier Jahre vergehen. Die feierliche Übergabe an den Verkehr erfolgt gar erst im Jahr 1975

Bei Schattwald wird mit der Verbauung der Vils begonnen

Mitte November fallen im Allgäu und dem Lechtal 310 mm Niederschlag in Form von Regen