Die Zeitleiste - Außerferner Chronik


Chronikeinträge in denen der Begriff Pflach vorkommt Ich möchte lieber die ganze Chronik erkunden!


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1509keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
In Pflach entsteht ein Messingwerk, wo 'zuvor die Eisenschmieden standen'. Das vormalige Eisenhüttenwerk wurde von der Patrizierfamilie der Hoechstetter fortan als Messingwerk betrieben und war damals das bedeutendste in ganz Westösterreich



1514keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Für die Bemessung der sogenannten Galmei-Fron (im Fernpassgebiet abgebautes Galmei wurde in Pflach zur Herstellung von Messing verwendet) wird der Forstknecht Hanns Tiefenbrunn (in der Urkunde Hanns Teuffenbrunn) bestellt



1517keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Die lutherischen Ideen führen bald zu Unruhen. Ein der lutherischen Lehre anhängender Prediger war wohl die maßgebliche Ursache für diese Spannungen, so dauerten diese bis 1524 - als der Prediger letztlich festgenommen und dem Bischof von Augsburg übergeben wurde - fort

Ein ausgesprochen harter und kalter Winter

Bei dem Pflacher Messingwerk wird der 'schröfige Bichl' (Hüttenbichl) gerodet und eine breite Fahrstraße am Rain angelegt



1533keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Überschwemmungen an Lech und Iller

Der zuvor als Verwalter und Prokurator in der Messinghütte Pflach tätige Georg Hagen, erhält Anfang Oktober von König Ferdinand I. das von den Höchstettern in Konkurs gebrachte Unternehmen verliehen



1588keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Flurstreit zwischen Reutte und Pflach wegen dem Dürrenberg

Erzherzog Ferdinand II. schließt mit dem Abt des Klosters St. Mang zu Füssen einen Vertrag. Mit einer Ablöse von 60 Gulden kauft er ein dem Kloster St. Mang zinspflichtiges Gut, den "Döttels Hof", frei



1598keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Im November wird auf Erlass des Kaisers Rudolf II. das Weggeld zur Erhaltung der Landstraße von Katzenraiten über den Katzenberg herab durch den Markt Reutte bis an die Aschauer und Pflacher Brücke angehoben

Am 20. Dezember beschließt der Bürgermeister sowie der Rat von Reutte an allen Hauptverkehrsachsen im Markt ein Pflaster verlegen zu lassen

Für die Nutzung des Weges über den Roßrücken wird ein Weggeld eingehoben



1606keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 14. Jänner kauft Burkhart Layman zusammen mit seinem Bruder Mathias von Rudolf Hagen die Messinghütte in Pflach

Zu Ostern bringt ein Sturm einige Verheerungen im Raum Reutte mit sich

An dem 13. Juli wird in einem sogenannten Markbrief der Grenzverlauf zwischen den Gemeinden Breitenwang und Heiterwang festgelegt. Darin werden 57 Grenzmarken benannt, welche sich jedoch zumeist an Bäumen befinden. Nur wenige der Marken werden an Felsplatten eingemeißelt



1609keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am Steineberg bei Pflach wird eine Pfisterei (Bäckerei) eingerichtet, welche neben den Schmelzhütten auch den Markt in Reutte beliefert

In den Breitenwanger Feldern werden Fischweiher angelegt

In Reutte werden am sogenannten Pfannenbichl zwei Weiher eingelassen

Das Füssener Kloster St. Magnus veräußert all seine Besitztümer im Außerfern an Tirol, wodurch auch das Niedergericht Aschau dem Gerichtsbezirk Ehrenberg einverleibt wird

Zwischen den Tiroler Landesherren und den Herren von Schwangau kommt es zu einem ersten Entwurf eines Grenzvertrages über das Gebiet der Ammergauer Alpen



1619keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Eine kaiserliche Streitmacht von 12000 Mann zieht in Verbindung mit dem Dreißigjährigen Krieg über Reutte nach Füssen

Stilllegung des Bergwerks bei Pflach



1622keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Wie in ganz Tirol wird auch im Außerfern und dem Allgäu von Hungersnöten berichtet. Durch den Beginn des Dreißigjährigen Krieges ist es zu einer sehr starken Teuerung gekommen.
"...mit Grasbüscheln im Munde lagen die Leichen an den Zäunen umher und oft gebrach es an Lebenden, um die Todten zu begraben..."
Quelle: Veste und Herrschaft Ernberg, Justinian Ladurner (1870)

Die Pest flammt wieder auf

Im Bereich des Messinghüttenwerks am Steineberg bei Pflach wird eine Waffenschmiede eingerichtet



1686keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Nach einem Truppendurchzug werden in Reutte einige Schäden reklamiert

An der Pflacher Brücke entsteht eine Hammerschmiede. Bis 1717 wird dieser eine Waffenschmiede angegliedert. Neben diesem Gewerk werden auch zwei Sägewerke und eine Wagenschmiede errichtet



1690keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
In Vils erhält der Bürger und Bäcker Martin Hueber das Recht eine Bäckerpfister zu erbauen

Nach einem Streit um die Gemeinrechte Pflachs auf der hinteren Alpe Raaz, wird den Pflacher Rodleuten die Salzfaßlfuhr eingestellt



1691keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Die Leute von Musau werden aus ihrer Zugehörigkeit zum Hochstift Augsburg entlassen und an die Pflegschaft Vils übergeben

Bereits 1688 war es von Seite des Bäckerhandwerks zu einer Beschwerde gekommen, dass die Füssener ihr Brot widerrechtlich nach Reutte brächten, da dies ausnahmslos nur gestattet sein, wenn in Reutte Markt gehalten würde.
Im Dezember des Jahres ergeht eine weitere Beschwerde an den Pfleger von Ehrenberg. Der Kornmeister Hans Rohrmoser teilt mit, dass das Brot von Pfronten und Füssen in solcher Menge während der ganzen Woche hereingetragen wird, dass die Brotbank und die Bäcker in Reutte erledigt sind. Zur Rettung des Bäckerhandwerks sollte mittels Dekret der Brotträgern Einhalt geboten werden. Es soll denen von Nesselwang und Pfronten bei Strafe verboten werden, über Gacht, Roßschläg und den Kniepass Brot zu transportieren

Kaiser Leopold I. erlässt ein Privileg, welches die Wegeerhaltung zwischen Reutte und Pflach regelt



1696keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Die Untertanen des Lechtals können bei starkem Regenwetter mit ihren Fuhren nicht über den Rotlech fahren, sondern müssen das Korn und andere Waren abladen und die Wägen und Waren stückweise über den Steg tragen. Es wird vereinbart, dass die Reuttener Bürgerschaft über den Rotlech eine neue Brücke nebst Zufahrtsweg erbauen wird. Bei Hochwasser dürfen die Lechtaler mit ihren beladenen Wägen ungehindert darüber fahren, müssen jedoch einmalig eine gewisse Summe an die Reuttener bezahlen

Eine Viehseuche grassiert im Tannheimer Tal derart schrecklich, dass man sogar eine Bittprozession abhält in deren Verlauf eine Kuh als Opfergabe dargebracht wird

In Pflach wird eine Brücke erbaut (?)

Am Kniepass kommt es zu Aus- und Umbauten der Befestigungsanlagen. Die sogenannte Hohe Schanz auf der Höhe des Passrückens, ein Rondell mit Wehrmauern gegen den Lech hinab

In Reutte wird ein sogenanntes Pfleghaus erbaut



1723keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Die Leute von Pflach beschweren sich über jene von Reutte wegen Weidebehinderung am Dürrenberg



1728keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Im Fall der Klage wegen Weidebehinderung von 1723 kommt es zu einer Gegenklage durch Reutte. Den Pflachern wird dabei das Vergehen der Grenzverletzung vorgeworfen

Über dem Ort Haldensee geht ein heftiger Wolkenbruch nieder, welcher zahlreiche Felder und die Landstraße stark beschädigt. Anfang November wird durch die Kommandantur zu Ehrenberg eine Unterstützungszahlung getätigt

In Ehrwald kommt es zum Neubau der Kirche



1731keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Zwischen Reutte und Pflach kommt es zum Streit wegen der Weidegrenzen und der Nutzung der Brunnen



1735keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Auf der Kög (Reutte) wird das erste 'bürgerliche Krankenhaus' eröffnet

Der Sensen- und Waffenschmied Franz Strigl erhält die Erlaubnis zur Errichtung einer Hufschmiede samt Rauchfang an der Brücke bei Pflach unter dem Steineberg



1785keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Bau der Lechtalstraße

Brückenbau in Pflach (?)



1799keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Eine Lechtaler und eine Tannheimer Kompanie wird an die Grenze zu Engadin geschickt. Sie treffen dort auf Franzosen, es kommt zu Feuergefechten. Aus den Tiroler Reihen kommt niemand zu Schaden.
Es gibt jedoch einige Kriegsgefangene, welche später in ein italienisches Kriegsgefangenenlager gesteckt werden. Im Herbst sterben dort einige Schützen des Tiroler Schützenkorps, darunter auch zahlreiche junge Soldaten aus dem Außerfern

Im Hohen Schloss in Füssen wird ein Zentrallazarett der k.k. Armee eingerichtet. Wenig später bricht die Cholera aus und mehrere hundert Soldaten lassen dabei ihr Leben

In Pflach wird eine große Zahl russischer Soldaten einquartiert. Diese gebärden sich aber bald als sehr raue Gesellen. Man wirft ihnen hier, wie auch im benachbarten Allgäu häufig Diebstähle und zahlreiche Vergewaltigungen vor

Ein Verbot gegen Nachtschwärmerei wird ausgesprochen

Auf der Vilser Schanze kommt es zu einer Versteigerung



1805keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ab Jahresmitte kommt es immer wieder zu Heereszügen der Österreichischen k.k. Armee durch das Außerfern

Am 25. August wechselt das Kurfürstentum Bayern die Seiten und schließt sich Frankreich an

Eilig werden nun Verschanzungen aufgeworfen und bereits Mitte Oktober werden vom Militär die Vorwerke Roßschläg, Kniepass, Plansee und die Ehrwalder Schanz besetzt.
Ende Oktober erleiden die Österreicher bei Ulm eine große Niederlage. Entlassene Militärgranden treffen in Reutte ein. Ihnen folgen schon bald Flüchtlingsströme aus Augsburg und München und in den schanzennahen Orten werden jede Menge Soldaten einquartiert. Die Not wächst zusehends, da auch die Ernte des Getreides nicht ausgereift war und die Speicher somit nicht gefüllt werden konnten

Anfang November wird schließlich das Militär abgezogen, womit zwar die Einquartierungen aufgehoben werden - jetzt allerdings steht dem Feind Tür und Tor offen. Das Reuttener Becken liegt völlig ungeschützt als Einfallstor da

Am 26. Dezember wird im Zuge des "Friedens von Pressburg" Tirol mitsamt dem Außerfern kampflos an die Bayern übergeben



1822keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 11. März kommt es zu einem nochmaligen Beschluss zur Erbauung eines Schulgebäudes in Pflach. Letztlich wird der Bau unter dem Baumeister Matthias Wachter begonnen und am Ende eine Bausumme von 622 fl beanspruchen

Auf der indonesischen Insel Java bricht am 8. Oktober der Vulkan Gunung Galunggung aus



1837keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Das Landgericht genehmigt am 12. April der Gemeinde Pflach, obwohl dort nur 190 Seelen wohnen und schon zwei Gipsmühlen bestehen, auf Ansuchen der Kreszenz Sprenger eine Gipsmühle, um auch nach Bayern für Bau und Dünger exportieren zu können

Am 29. August zerstört eine Lawine 25 Heustöcke am Heuberg bei Elbigenalp



1919keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am Beginn des Jahres begibt sich eine Abordnung nach Italien um die Kriegsgefangenenlager aufzusuchen. Mit dabei sind Versorgungspakete und Spenden für die Inhaftierten

Am 16. März kommt es zu Massenkundgebungen in ganz Tirol. Dabei trifft sich der größte Teil der Bevölkerung um "einmütig gegen die Lostrennung unserer deutschen Brüder im Süden [(Südtirol) uns zu verwahren] [...] Wir wollen nicht rechtlos und ungehört vergewaltigt werden. Wir wollen das Selbstbestimmungsrecht, das man uns versprochen hat, als wir die Waffen niederlegten..."

Am 23. November wird in Reutte ein Fest für die Heimkehrer veranstaltet. Mit dabei sind insgesamt 433 Teilnehmer aus den Orten Reutte, Breitenwang, Pflach und Ehenbichl



1936keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Am 25. Februar geht zwischen Steeg und Warth ein Felssturz mit rund 8000 Kubikmetern an Masse auf die Straße nieder. Die Strecke wird dabei auf etwa 90 Metern Länge verlegt

Ein Erdbeben erschüttert am 22. April das Außerfern, es werden leichte Schäden an Häusern und Wohnungen gemeldet

Am 1. September erfolgt die Aufhebung der 1000-Mark-Sperre, zu einer Belebung des Fremdenverkehrs führt diese Maßnahme zu jenem Zeitpunkt jedoch noch nicht

Der amtierende Landeshauptmann von Tirol, Josef Schumacher, besichtigt am 18. November das Metallwerk Plansee und das Werk Titanit



1951keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Bei einem Lawinenabgang bei Häselgehr werden am 21. Jänner 13 Hektar Wald vernichtet. Das Dorf selbst entging nur knapp einer Katastrophe, lediglich ein Haus wurde durch den enormen Luftdruck abgedeckt

Der zur Gemeinde Pfafflar gehörige Weiler Sack bei Bschlabs wird mittels eines Dammes gegen Lawinen gesichert

Über Reutte wütet am 1. August für etwa 20 Minuten ein schweres Gewitter mit bis zu 8 cm starken Hagelkörnern und richtet dabei erhebliche Schäden an Gebäuden und den Gärten an

In Bschlabs findet am 5. August das Musik- und Volksfest statt

In Pflach besteht die Gießerei- und Maschinenbaufirma Richard Sigl

Am Kniepass, zwischen Pflach und Oberpinswang, wird mit dem Bau des Kraftwerk Kniepass begonnen. Die Fertigstellung der Anlage wird bis 1953 andauern



1999keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Enorme Schneemassen türmen sich zu Jahresbeginn im Bezirk auf (teilweise über 4 Meter). Mehrere Lawinenabgänge oder Sperren an lawinengefährdeten Hängen behindern das öffentliche Leben. Große Lawinenunfälle bleiben glücklicherweise - im Gegensatz zu dem von Krisen und Todesfällen gebeutelten Paznauntal - aus. Aus den Steeger Ortsteilen Gehren und Lechleiten werden 36 Personen evakuiert

Starke Regenfälle und die massiv einsetzende Schneeschmelze - ebenfalls bedingt durch den schneereichen Winter - verursachen zu Pfingsten eine verheerende Hochwasserkatastrophe. Die Gemeinde Pflach ist davon im besonderen Maße betroffen

Im Sommer wird im TVB-Gebäude Tannheim eine Kletterwand errichtet



2002keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 6. April um 22:00 Uhr konnte im Bereich zwischen Füssen und Garmisch der Niedergang eines Meteoriten beobachtet werden. Der Gesteinsbrocken, welcher in Folge den Namen Meteorit Neuschwanstein erhielt, zerbarst in einer Höhe von etwa 22 Kilometern und ging in Einzelteilen über ein mehrere Quadratkilometer großes Gebiet nieder. Drei Bruchstücke konnten im Bereich des Ochsenälpelekopfes und des Altenberges gefunden werden

Murenabgänge und Überschwemmungen von Straßen führen im Tannheimer Tal und dem Lechtal zu zahlreichen Behinderungen. Auch in Vils und bei Pflach treten die Vils und der Lech über die Ufer



2005keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Tagelang anhaltende Starkregenfälle führen zu der schlimmsten Hochwasserkatastrophe, welche jemals im Außerfern registriert wurde. Speziell Gemeinden im oberen Lechtal und Pflach werden von den Wassermassen heimgesucht und Teile der Ortschaften verwüstet

Die Umfahrungsstraße von Nesselwängle wird für den Verkehr freigegeben

In den letzten Dezembertagen des Jahres wird ein 25-jähiger Thüringer als vermisst gemeldet, der erst wenige Tage zuvor in das Tannheimer Tal gereist war um hier Arbeit zu finden. Die alarmierte österreichische Polizei scheint abzuwiegeln und die besorgten Eltern entschließen sich selbst auf die Suche zu machen. Im Juni des folgenden Jahres wird ein Mann während eines Spazierganges eine grausige Entdeckung machen - er findet die entstellte Leiche eines Menschen, welche auf einer Matratze abgelegt wurde. Bei den folgenden Ermittlungen stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um den Vermissten handelt und dass der beste Freund des Opfers während eines Streits die Tat verübte, auf den jungen Thüringer einstach und dann zusammen mit seiner Mutter die Leiche in der Nähe von Zöblen in einem Bachbett im Wald abgelegt hatte