Die Zeitleiste - Außerferner Chronik


Chronikeinträge in denen der Begriff Heiterwang vorkommt Ich möchte lieber die ganze Chronik erkunden!




1212keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Der Markgraf Bertold von Ronsberg stirbt und vererbt seine Außerferner Besitzungen (Fischerei-Recht am Heiterwanger- und Plansee, Höfe im Bereich des Ehrwalder Beckens) an seine beiden Schwager



1288keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Heiterwang scheint erstmals in Urkunden auf



1423keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Lermoos erhält einen eigenen Kaplan

Bichlbach kann sich kirchlich von Breitenwang trennen

In Heiterwang wird eine Liebfrauenkirche erwähnt, in welcher Von den Gemeindeleuten ein Frühmessbenefizium gestiftet wird

Herzog Friedrich ('mit der leeren Tasche') erstürmt im Zuge einer Fehde mit den Starkenbergern mit seinen Söldnern deren Stammburg Alt-Starkenberg



1481keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Der Tiroler Landesfürst Sigmund erwirbt von den Herren von Schwangau das Jagd-, Geleit-, Zoll- und Gerichtsrecht zu Ehrenberg

Der Richter Paul Stickel wird durch den Pfleger von Ehrenberg, Jörg Gossenbrot, auf Geheiß Erzherzogs Sigmunds auf der Dingstatt zu Tannheim eingesetzt

Die Hohenegger werden als Lehensträger von Vils bestätigt und darüber hinaus mit dem sehr einträglichen Geleitrecht von Heiterwang bis zur Rottach (bei Oy-Mittelberg) und dem Zoll bei Vils ausgestattet



1490keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Erzherzog Sigmund übergibt sein Amt an Maximilian I. Dieser wahr wohl der bedeutendste Landesfürst für das Außerfern, traf man ihn doch häufig in diesem Gebiet an, als er seiner Leidenschaft, dem Jagen und Fischen, nachging. Die Region um den Plansee war die vom Kaiser am häufigsten frequentierte, da hier der Heiterwanger See mit seinem Fischreichtum lockte und er an den Ufern des Plansees der Jagd nachgehen konnte



1500keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
In alten Urkunden wird für diese Zeit von einem Bergbaugebiet im Bereich des Seebensees bei Ehrwald berichtet

In Reutte wird durch den Ehrenberger Pfleger Jörg Gossenbrot an Stelle einer früheren Kapelle die Kirche zur Hl. Anna erbaut

Die ursprünglichen politischen Gebietskörperschaften waren die Anwaltschaften, die Vorgängerversion der heutigen Gemeinden. Solche Anwaltschaften bestanden örtlich: 3 im Lechtal (Ober-, Mitter- und Unterlechtal), Tannheim, Lermoos, Bichlbach, Heiterwang, Aschau

In den Jahren um 1500 kommt es auf Ehrenberg zu Modernisierungs- und Erweiterungsbauten der Burganlage



1530keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Das bis dahin dynastische Postwesen wird im gesamten Reich der Allgemeinheit zugänglich gemacht

In einer Rodordnung wird das Rodfuhrwesen für Heiterwang geregelt



1546keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Die Schmalkalden fallen, nachdem sie am 10. Juli Füssen besetzt hatten, in das Außerfern ein und besetzen unter der Führung des Sebastian Schertlin von Burtenbach am 11. Juli die Festung Ehrenberg, welche zu diesem Zeitpunkt lediglich von 71 Mann bewacht wird

Ein Teil der Schmalkaldischen Streitmacht zieht weiter in Richtung Innsbruck, muss jedoch kehrt machen, da die Kaiserlichen Streitkräfte bereits Augsburg bedrohen. Die Besetzung Ehrenbergs blieb aber aufrecht

Auch der Ort Lermoos wird am 12. Juli für zwei Tage von der protestantischen Liga besetzt und zu großen Teilen verwüstet

Um den 21. Juli versammelt sich ein großer Heeresteil bei Heiterwang und vor Ehrenberg im Talkessel von Reutte. Eine weitere Abteilung macht offenbar einen Ausfall in das Lechtal hinein, wo sie den Talbewohnern etliche Stück Vieh wegnehmen

Ende Juli vereinigen sich schließlich die vermutlich über 30000 Mann zählenden protestantischen Truppen bei Donauwörth

Erst Ende August hatten sich endlich an die 11 Fähnlein (etwa 5000 Mann) aus dem Inn- und Wipptal gesammelt um gegen Ehrenberg vor zu rücken. Ein Teil wurde am Fernpass zurückgelassen, der Reste bewegte sich durch das Gebiet Zwischentoren vor und legte an allen Wegen entlang des Heiterwanger- und Plansees Verhaue und Wälle an

Ab dem 29. August begannen die Weg- und Wallbauten durch die Schanzbauer an der sogenannten Kanzroate. Am 4. September hatten sich die kaiserliche Truppen am gegenüberliegenden Falkenberg (dort wo sich heute das Fort Claudia befindet) postiert und nahmen die Burg Ehrenberg mit ihren 7 Geschützen bald unter heftigen Beschuss. Nach einem länger andauernden gegenseitigen Geschützfeuer hatten die Besatzer jedoch schließlich im Laufe des nächsten Tages das inzwischen sturmreif geschossene Gemäuer unbemerkt verlassen

Erste Fälle der Pest treten Mitte Oktober in den Orten Lermoos, Lähn und Wengle auf. An der Klause Ehrenberg wird eine "Sterbhut" postiert, die auf eine mögliche Einschleppung der Seuche achten muss



1563keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
In Nassereith treten vermehrt "Sterbläuf" (Pestvorfälle) auf, woraufhin das öffentliche Leben in weiten Teilen eingeschränkt wird. Kirchtage und Tanzveranstaltungen werden verboten. Auch in Namlos wird von 7 Toten berichtet. Die "Sterbhut" an der Klause Ehrenberg wird verstärkt

Durch den Bischof von Augsburg kommt es zur Zustimmung einer Fischordnung am Plan- und Heiterwanger See



1593keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Zwischen den Leuten von Aschau und denen von Breitenwang kommt es zu Streitigkeiten bezüglich der Grenzen am Hallanderberg. Für die Nutzung der Holz- und Weidegerechtigkeiten muss eine Neuvermarkung vorgenommen werden

Heiterwang erhält einen ständigen Priester



1606keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 14. Jänner kauft Burkhart Layman zusammen mit seinem Bruder Mathias von Rudolf Hagen die Messinghütte in Pflach

Zu Ostern bringt ein Sturm einige Verheerungen im Raum Reutte mit sich

An dem 13. Juli wird in einem sogenannten Markbrief der Grenzverlauf zwischen den Gemeinden Breitenwang und Heiterwang festgelegt. Darin werden 57 Grenzmarken benannt, welche sich jedoch zumeist an Bäumen befinden. Nur wenige der Marken werden an Felsplatten eingemeißelt



1616keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Es herrscht ein außerordentlich heißer Sommer, welcher eine Dürre mit sich bringt

Heiterwang wird zur eigenständigen Pfarre erhoben

Sanierung der für den Warenverkehr genutzten Straßenzüge



1703keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Eine Feuerkatastrophe wütet am 8. Mai in Reutte. 52 Häuser, die Kirche und das Kloster werden durch Brandstiftung ein Raub der Flammen

Am 10. Juni erscheint der General-Feldzeugmeister Gschwind auf Ehrenberg um die Festungsbauten zu inspizieren. Als die Kunde aufkommt, dass die Bayern bei Kufstein in das Innere Tirols eingefallen sind, postiert Gschwind auch auf Ehrenberg eine Regimentsabteilung

Am 24. Juni wird die Besatzungsmannschaft von Ehrenberg mitsamt dem Ehrenberger Pfleger Johann Gaudenz von Rost in das Inntal abberufen. Nach eingehender Beratung ignorieren sie diesen Befehl jedoch zunächst, da man die Festung Ehrenberg nicht den möglichen feindlichen Einfällen schutzlos überlassen will. Ein ausgesandter Kurier kommt aber bald mit der erschreckenden Nachricht zurück, dass der General Gschwind so gut wie alleine einer Übermacht im Unterinntal gegenüber steht, woraufhin sich die Ehrenberger nun doch im Eilmarsch gegen Innsbruck aufmachen - auf Ehrenberg befindet sich jetzt außer dem Pfleger von Rost niemand mehr

Johann Gaudenz von Rost versucht aus der hiesigen Bevölkerung eine Ersatztruppe zu mobilisieren und nimmt dazu rund 300 Bauern des Gerichts mit auf die Burg. Die kriegsunerfahrenen Leute, wie auch der Pfleger verhalten sich aber ausgesprochen chaotisch. Die Angst sitzt dabei einfach zu tief und weit und breit ist niemand, der sie sicher anleiten kann. Auch der aus dem Reuttener Kloster herbei gerufene Pater vermag die Angst der zur militärischen Verteidigung abgestellten Bauern nicht zu mildern

Am 29. Juni gelangt ein 1500 Mann starkes Corps von Bayern und Franzosen unter dem General Lützelburg über den Fernpass in die Region Zwischentoren. Am 30. Juni werden die Ortschaften Bichlbach und Heiterwang feindlich besetzt und am 1. Juli rücken die Feinde bis auf die Hochschanz hinauf vor. Die vermeintlichen Wachposten hatten inzwischen die Flucht ergriffen und übrig blieb nur der Pfleger mit ein paar Mann Besatzung auf dem Schloss selbst

Zwei Tage und Nächte lang feuerten die Angreifer ihre Geschütze auf die Burg Ehrenberg ab, wobei man sich von der Gegenseite zumindest in dieser Hinsicht zu wehren wusste. Zu der Zeit waren aber schon einige Reiter unter der Anweisung Lützelburgs gegen Reutte hinab geritten und drohten mit Plünderung und Brandschatzung der Häuser, wenn die Bürger und jene auf Ehrenberg nicht ihre Waffen niederlegen würden. Am 3. Juli wurde die Burg an die Bayern übergeben

Mitte Juli beginnen die Tiroler im Unterland die Feinde zurückzuwerfen. Am 28. Juli verlassen die Bayern über Zirl und Mittenwald Tirol, worauf hin auch die Ehrenberger Gerichtsuntertanen wieder Mut fassen und sich schließlich zur Gegenwehr aufstellen. Am 30. Juli finden sie sich heimlich vor den Toren Ehrenbergs ein, in Reutte selbst wird der bayerische Leutnant Heinle gefangen genommen und auch der westlich gelegene Schlosskopf mit Landschützen besetzt

Am 2. August bemerkt die bayerische Besatzung das Aufrüsten der Bauern und nimmt sie dabei unter Beschuss. Die Leute des Gerichts Ehrenberg lassen sich diesmal aber nicht mehr verunsichern und setzen die Arbeit fort um dann am folgenden Tag ihrerseits das Feuer auf die Besatzer zu eröffnen

Am 7. August trifft aus dem Inntal die von den Leuten von Reutte erhoffte Verstärkung ein und am folgenden Tag wird die Burg Ehrenberg von den eingeschüchterten Bayern an die kaiserlichen Truppen zurückgegeben

Schon am 10. August wird in Breitenwang ein feierliches Dankesfest mit einer Dankpredigt abgehalten. Es wird auch gelobt, auf dem Schlosskopf eine Kapelle zu errichten - dazu kam es jedoch, wie wir wissen, nie

Wegen der fortdauernden Kriegsgefahr kommt es im gesamten Reuttener Talkessel bis hinaus nach Musau zu Einquartierungen verbündeter Truppen, in dem im Mai abgebrannten Markt Reutte kommt es dabei jedoch zu Problemen



1714keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Anlässlich der Einheirat 'fremder unvermögender Weibspersonen', welche sich in Heiterwang häuslich niederlassen und dadurch Einheimische zur Abwanderung nötigen, sowie wegen der Kriegslasten, Fronfuhren, Soldatendurchmärsche und unerschwinglicher Steuern sieht man sich gezwungen einen eigenen Gemeindebeschluss sowie eine Gemeindeordnung zu erlassen



1739keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
In den Wintermonaten herrschen außerordentlich kalte Temperaturen

Für das Lechtal und das Tannheimer Tal ist in den Chroniken von einem "erbarmungswürdigen Zustand" die Rede

In Vils wird durch eine Stiftung eine Schule eingerichtet



1778keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Die zuvor in Heiterwang befindliche Poststation wird nach Reutte verlegt

Beginn des Bayerischen Erbfolgekrieges - größere Gefechte werden zu Beginn jedoch vermieden, da auf beiden Seiten die Truppenverpflegung nicht funktioniert. Schon im Folgejahr wird der Krieg von beiden Seiten beigelegt



1802keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
In der Liegfeist wütet ein Waldbrand

In Vils kommt es zu Einquartierungen französischer Soldaten, der französische Generalstab bezieht für rund ein halbes Jahr im Pflegschlössel Quartier. Daneben häufen sich auch Verpflegungskosten und Plünderungsschäden an, welche den Geschädigten jedoch nicht rückerstattet werden

Wegen des drückenden Holzmangels wird in Reutte ein Maßnahmenkatalog verabschiedet, welcher folgende Punkte umfasst:
Strenge Ahndung von Waldexzessen, Bevorzugung des liegenden Holzes, Unterbindung von mißbräuchlicher Verwendung des Bauholzes zu Brennholz, Einschränkung des Dachsenschneidens, sorgfältige Holzauszeigung, Einschränkung des Bauholzes, Anweisungen zum Holzsparen und Schutz vor Feuersgefahr

Für den Ort Heiterwang wird eine Fabrikationsstätte für "leonische Waren" (Borten, fein gezogene Drähte aus Kupfer, welche ein gold- oder silberähnliches Aussehen haben) genannt. Die Produktion wird aber schon nach kurzer Zeit nach Schwaz verlegt



1867keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Auf der Vilsalpe bricht Anfang September eine Viehseuche aus, woraufhin die Region für den Viehhandel gesperrt wird und fast 100 Stück Vieh gekeult werden müssen

Ein erster detaillierter Entwurf des Plans für die Fernbahn wird bekannt, dabei soll die Bahnlinie an Heiterwanger- und Plansee hinab über den Stuibenfall nach Reutte verlaufen

In Elbigenalp trifft am 19. September erstmals die Königin-Mutter Maria von Bayern zu einem Sommeraufenthalt ein. Bereits am nächsten Tag stieg sie und eine höfische Gesellschaft über Kaisers bis zum Schindler-Ferner auf. Sie wird sich fortan jedes Jahr bis zu ihrem Tod den Sommer über für mehrere Wochen in Elbigenalp aufhalten

Am 28. Dezember des Jahres geht eine Lawine auf Pfafflar nieder und zerstört dabei ein Wohnhaus und zwei Futterstädel samt Heu



1909keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Anfang des Jahres nimmt die Firma Georg Schretter die Drahtseilbahn vom Falltal zum Zementwerk in Vils in Betrieb

Beim Holztransport wurde am 13. Jänner ein Bauer von Kaisers von einer Lawine verschüttet und getötet

Am 14. Mai wird durch eine Kommission um Auskunft angesucht, wie man mit den durch die Holztrift und Verklausungen verursachten 'Verheerungen' am Lech weiter verfahren soll. Eine Fläche von rund 1800 Hektar wurde dabei den Angaben zufolge in eine Schotter- und Steinwüste verwandelt - es resultierte daraus eine groß angelegte Lech-Regulierung

Am 6. Juni wird in Reutte eine Jahrhundertfeier zum Gedenken an das Jahr 1809 veranstaltet, welche sich über mehrere Tage hinzieht und in der Enthüllung eines Denkmals "vor dem neuen Schulhaus" gipfelt

Der Plansee wird durch einen künstlich angelegten Kanal mit dem Heiterwanger See verbunden. Im selben Jahr erhält der Plansee auch sein erstes Dampfschiff

Der Bau der 'neuen' Gaichtpassstrasse wird begonnen

In Tannheim wird am 15. August die Jahrhundertfeier anlässlich des Heldenjahres 1809 begangen. Am Dorfplatz wird dabei das Freiheitskämpferdenkmal von dem Künstler Öfner enthüllt, welches einen mit ausgebreiteten Schwingen auf einem Fels sitzenden Adler zeigt. Um kurz vor 10 Uhr trifft dann der Ehrengast des Tages ein - Erzherzog Eugen von Österreich

Die ersten Postomnibusse verkehren im Sommer zwischen Imst und Reutte

Am 17. August finden zwei junge Fürther (Justin Gutmann und Alfred Bendit) an den Geierköpfen den Tod

Ein deutscher Fabrikant erörtert das Projekt, den Talkessel bei Lermoos in einen See zu verwandeln um die Wasserkraft in elektrische Energie zu verwandeln

Lechleiten und Gehren werden Anfang Oktober mit einer Straße an Warth, Lech und Zürs (Flexenstraße) und an das Lechtal angeschlossen

Am 31. Oktober treffen am Schrofenpass zwei Wilderer aus Warth auf bayerische Jagdaufseher. Einer der Wilderer trägt gerade seine Jagdbeute, welche sie auf bayerischem Gebiet geschossen hatten, auf den Schultern heimwärts zu als ein Schuss ihn tödlich trifft

Im Dezember des Jahres wird eröffnet, dass man das Bergwerk Silberleithe wieder in Gang setzen will. Mit neuen Verfahren hofft man auf eine bessere Ausbeute an Erzen



1912keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Wieder Hochwasseralarm am Lech Anfang Mai, eine große Mure schädigt den Ort Schattwald und auch Zöblen. Bei Elbigenalp, Schattwald und Zöblen sind mehrere Wohnhäuser einsturzgefährdet, in der Nähe der Bichlbacher Fraktion Kleinstockach wird die Fahrbahntrasse sowie im Berwanger Tal die Verbindungsbrücke weggerissen und damit der Fuhrwerksverkehr unterbrochen. Die Planseestraße wird von einer Mure verlegt und auch die Zufahrtsstraße in das Tannheimer Tal ist unpassierbar geworden. Bei Bichlbach wird die Bahntrasse stellenweise überspült und die Grundbachbrücke zwischen Bichlbach und Heiterwang wird von den Wassermassen zerstört. Wohl auch deshalb, da die Uferschutzbauten nach dem Hochwasser von 1910 nur eine provisorische Ausführung fanden

In den Räumlichkeiten des 'Gasthof zur Rose' errichtet Adolf Beck eine Brauerei

In Alaska kommt es am 6. Juni zum Ausbruch des Vulkans Novarupta. Die Eruptionen dauern zwei Tage lang an und so gilt das Ereignis mit einer Auswurfmenge von etwa 15 km³ als der größte Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts

Bei Lechaschau wird am Frauensee ein Hotel erbaut und auch am Urisee bei Reutte errichtet man einen Beherbergungsbetrieb für Gäste

Ein Blitzschlag trifft am 6. Juli abends die Pfrontner Hütte, die in der Hütte befindlichen Personen - die Wirtin, deren Sohn und ein Dienstmädchen - verloren dabei das Bewusstsein. Die Wirtin erlangte als erste wieder das Bewusstsein und wollte das noch immer ohnmächtige Mädchen ins Freie tragen, als erneut ein Blitz die Hütte traf und einigen Schaden anrichtete. Später wurde dann der dringend erforderliche Blitzableiter an der Hütte montiert

Am 24. Juli wird in Lechleiten feierlich das für den Übergang am Schrofenpass so wichtige Holzgauer Haus eröffnet

Am 9. September wird wegen starker Regenfälle die Dorfstraße in Tannheim überflutet, auf den Anhöhen schneit es bis knapp oberhalb der Talsohle und das Vieh muss frühzeitig von den Alpen abgetrieben werden



1927keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Neubau der Brücke zwischen Reutte und Lechaschau

Im neuen Krankenhaus Kreckelmoos beginnt man mit der Arbeit

Am 6. August bricht in der Nacht im Holzgauer Gasthof 'Zum Hirschen' ein Brand aus. Die aus dem Schlaf gerissenen Gäste sprangen zum Teil in Panik aus dem ersten und zweiten Stock des Anwesens und verletzten sich dabei schwer. Zwei Bedienstete und ein Gast wurden während der späteren Branduntersuchungen schließlich als 'völlig verkohlte [...]Leichen' entdeckt. Die Köchin, welche sich zunächst noch durch einen Sprung vom Balkon hat retten können, erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen.
Im Nachhinein wurde bekannt, dass es einige Pannen bei der Alarmierung der Feuerwehr gegeben hatte. Generell befanden sich nur wenige Feuerwehrleute beim Einsatz, da der Brand während der Zeit der Bergmahd - die ungefähr drei Wochen dauerte - geschah und fast der gesamte arbeitsfähige Teil der männlichen Bevölkerung sich Tag und Nacht auf den Anhöhen hoch über den Dörfern befand

Vils begeht am 10. und 11. September die 600-Jahr-Feier zur Stadterhebung. Die Vorbereitungen zu der Festivität werden mit und unter der Leitung von Ignaz Dengel vorangetrieben

Nachdem die DAV-Sektion Regensburg mit ihren vorläufigen Hüttenbauplänen am Roßkarsee letztlich doch ins Stubaital abgewandert waren, trat die Sektion Wartburg-Eisenach in dieser Sache die Nachfolge an um hier ihre 'Eisenacher Hütte' zu errichten

Der Besitzer des Alpenhotels Ammerwald - Gottfried Bunte - erwirbt die Plansee-Hotels Forelle, Seespitze und den Gasthof Fischer am See (Heiterwang) mit dazugehöriger Motorschifffahrt



1929keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Am 17. Februar findet das erste Preis-Skilaufen des Lechtals am Pimig bei Steeg statt

Im Metallwerk Plansee bricht am 11. März um 2 Uhr nachmittags ein Brand im sogenannten Sublimierraum aus. Das Feuer vernichtet den kürzlich fertiggestellten Anbau. Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr Reutte kann eine Ausbreitung des Brandes verhindert werden. Der Sachschaden ist jedoch erheblich

Die Landsberger Hütte wird Anfang Juni fertiggestellt und am 30. Juni schließlich eingeweiht

Im Juli gehen vom Hornberg bei Höfen durch starke Regenfälle ausgelöst mehrere Muren ab, die mitunter auch die Straße verschütten und den Verkehr für mehrere Tage unterbrechen

Immer wieder kommt es wegen des in Tirol vorgeschriebenen Linksverkehrs zu teils schweren Autounfällen, da im nördlichen Nachbarland Deutschland das Rechtsfahren üblich ist

Im Oktober werden der Plansee und der Heiterwanger See von zwei Großbanken gekauft, welche die Seen für die Gewinnung von Wasserkraft nutzen wollen. Ein schon zuvor diskutiertes Großkraftwerk-Projekt soll damit wieder aufgegriffen werden, welches unter anderem die Überflutung des Ortes Heiterwang vorsieht

Am 29. Oktober steht um halb zehn Uhr vormittags in Lermoos das Gasthaus 'Zur schönen Aussicht' in Flammen. Der Brand wird bis 2 Uhr nachts weiter wüten und beinahe das ganze Gebäude einäschern

In Bach wird der Neubau der Lechbrücke feierlich abgeschlossen

Der in Aussicht gestellte Hüttenbau der DAV-Sektion Wartburg-Eisenach am Roßkarsee wird in seiner Namensgebung abgeändert. So soll die künftige Hütte nicht wie zunächst angekündigt 'Eisenacher Hütte' heißen, sondern 'Wartburger Hütte'

Für die Höfener Alpe und die Stablalpe ist die Errichtung einer Seilbahn geplant, um die Milch schnellstmöglich und kostengünstig in die Sennereien verbringen zu können



1951keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Bei einem Lawinenabgang bei Häselgehr werden am 21. Jänner 13 Hektar Wald vernichtet. Das Dorf selbst entging nur knapp einer Katastrophe, lediglich ein Haus wurde durch den enormen Luftdruck abgedeckt

Der zur Gemeinde Pfafflar gehörige Weiler Sack bei Bschlabs wird mittels eines Dammes gegen Lawinen gesichert

Über Reutte wütet am 1. August für etwa 20 Minuten ein schweres Gewitter mit bis zu 8 cm starken Hagelkörnern und richtet dabei erhebliche Schäden an Gebäuden und den Gärten an

In Bschlabs findet am 5. August das Musik- und Volksfest statt

In Pflach besteht die Gießerei- und Maschinenbaufirma Richard Sigl

Am Kniepass, zwischen Pflach und Oberpinswang, wird mit dem Bau des Kraftwerk Kniepass begonnen. Die Fertigstellung der Anlage wird bis 1953 andauern