Die Zeitleiste - Außerferner Chronik


Chronikeinträge in denen der Begriff Häselgehr vorkommt Ich möchte lieber die ganze Chronik erkunden!




1482keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Im Dorf Häselgehr wird für die Salztransporte durch das Lechtal eine Salzstation eingerichtet

Erzherzog Sigmund verkauft eines seiner Schmelzwerke bei Schwangau

Der Ehrenberger Pfleger Jörg Gossenbrot entscheidet im Auftrag des Erzherzogs Sigmund einen Streit zwischen den Leuten von Breitenwang und Reutte einer- und denen von Aschau andererseits wegen Holzschlag und den Weiderechten am Hallanderberg - letztlich erhalten die Aschauer das Holzrecht und die Weidegründe fallen an die Breitenwanger und Reuttener



1646keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Je Salzfass wird 1 Kreuzer Weggeld verlangt

Über den Roten Lech wird eine Brücke gebaut

In Häselgehr wird eine neue Brücke über den Otterbach gebaut

Die Lechschanze am linksseitigen Lechufer wird erneuert, da der schwedische Marschall Wrangel in Bayern einfällt und die Stadt Füssen besetzt. Ein Übergriff auf Ehrenberg ist jedoch nicht überliefert



1676keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
In Häselgehr kommt es nach einem schneereichen Winter während der Schneeschmelze zu kleineren Überschwemmungen



1793keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Bei einem Lawinenabgang in der Nähe des Dorfes Häselgehr werden 11 Menschen in 3 Häusern verschüttet und davon 7 getötet

In Reutte wird auf Grund einer Viehseuche eine Bittprozession abgehalten



1795keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Nach zeitgenössischen Angaben verlassen rund 1600 Männer das Gericht Ehrenberg um in der Fremde auf Arbeitssuche zu gehen. Die Heimat kann nach einem extrem kalten Winter und einer folgenden, unergiebigen Ernte die Menschen nicht einmal mehr annähernd ernähren

Die Vilser Gerichtsuntertanen bitten das k.k. Pflegamt um Bewilligung, das Getreide aus dem Land Tirol einführen zu dürfen

Im Tannheimer Tal werden trotz der prekären Versorgungssituation französische Kriegsgefangene einquartiert

In einem Sammelakt wird über sogenannte Holzexzesse berichtet, welche unter anderem in Ehrwald, Stanzach, Elmen, Häselgehr und Holzgau verübt wurden

Auch in Schattwald wird von "äußerstem Holzmangel" berichtet

In Zöblen wird die Kirche zum hl. Josef anstelle des Vorgängerbaus von 1682 neu errichtet

Vom Pflegamt wird das Jagen, Fischen, Vogelfangen und Pechklauben in auswärtigen Gegenden ausdrücklich als Verbrechen geahndet, da von Tiroler Wildschützen alle möglichen Exzesse im Hohenschwangauer Territorium vorgekommen seien

In Reutte wird das "Pfarrliche Spital und Armenhaus" eröffnet (heute Seniorenzentrum "Zum guten Hirten")

In Reutte wird ein Namensverzeichnis zahlreicher Ortsfremder angelegt. Es folgen mehrere Abschiebungsmaßnahmen

Der Vilser Rodausschuss beschwert sich wegen des verkürzten Salzdrittels. Von den veranschlagten und vertraglich zugesicherten 10000 Fässern fehlen allein für das Jahr 1795 beinahe 2700 Fass, was einen Verdienstentgang von über 1660 Gulden bedeutet. Man verlangt die Nachlieferung der der fehlenden Fässer



1895keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Die Pfarrkirche von Schattwald erhält ein neues Geläute



1903keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Das Elektrizitätswerk Reutte eröffnet das Kraftwerk Plansee feierlich. Dadurch kann auch die Region Reutte mit elektrischem Strom versorgt werden

Bis auf ein einziges Haus zerstört eine Feuerkatastrophe den gesamten Elmer Weiler Martinau

Am 10. Juli bebt die Erde in Elbigenalp, Elmen, Forchach und Häselgehr. Auch in Imst, Jerzens, Karres und Mils werden die Erdstöße wahrgenommen

Am 11. Juli bricht um halb acht Uhr morgens im Gasthaus Hirschen in Lermoos ein Feuer aus. Der Gasthof und das benachbarte Gebäude brennen vollständig nieder, das Übergreifen auf ein drittes Objekt kann in letzter Sekunde verhindert werden

Zwei Gauner, ein Brüderpaar, wird Mitte Juli nach langer Fahndung im Gipfelbereich des Geißhorns bei Tannheim verhaftet

Am 25. August stürzt der 9-jährige Hirtenbub Alois Neuner am Abstieg vom Hermannskar in Richtung Petersberger Alpe im Bereich des sogenannten Marchloch in den Tod

Im November wird die Installation der Telegrafenverbindung im Lechtal vollendet



1910keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ein Sturm fegt am 19. Jänner über Reutte und den Raum Füssen hinweg. Zahlreiche Stromleitungen werden dabei unterbrochen und der Strom fließt erst mehrere Stunden später wieder

Am 22. Jänner geht in den Gazetten die Meldung ein, dass aufgrund des starken Schneefalls die Verbindungswege im Bezirk großteils unterbrochen sind. Am Blindsee hat eine Lawine die Fernpassstraßentrasse verlegt

Ende Jänner wird ein Komet am Abendhimmel über dem Außerfern beobachtet. Ende Mai zeigt sich dann auch der Halleysche Komet über der nordwestlichen Ecke Tirols

Vom Plansee wird berichtet, dass sich der im Vorjahr errichtete Kanal für die Schifffahrt als unbrauchbar erwiesen hat. Den ganzen Mai über kam es nochmalig zu Arbeiten an dem Verbindungskanal, sodass ab dem 1. Juni die Dampfschiffe planmäßig auf den beiden Seen verkehren können

Am 1. Juni eröffnet der Bergführer Fritz Mossauer das direkt am Vilsalpsee gelegene und neu errichtete Unterkunfts- und Schutzhaus 'Schäfhütte'

Mitte Juni (13. bis 15.) Hochwasserkatastrophe im Außerfern und am Lech, welche ein Todesopfer (in Holzgau wird eine Frau vom Höhenbach mitgerissen und ertrinkt) fordert. Auch im Tannheimer Tal gibt es große Schäden in den Dörfern und auf den Feldern. Die Straßenverbindung ist großteils unterbrochen und nur mit Mühe kann der Damm der Vils gehalten werden. Im Ehrwalder Becken sind große Teile der Straßen überflutet. Als Folge gibt es häufig Missernten bei den Kartoffeln, was den Kartoffelpreis in die Höhe treibt. Dort wo die Verheerungen am größten sind wird das Militär zur Beseitigung der Schäden hinzu gerufen

Bei Pinswang wird der aus Eisenschienen gefertigte Steg von den Lechfluten fortgerissen

Erdbeben in Bichlbach (5.0)

Der Reichsstraßenbau im Bereich von Ehrwald kommt lediglich langsam voran. Die geplanten Vorarbeiten zum Bau der neuen Trasse der Mittenwaldbahn geraten dadurch ebenfalls ins Stocken

Die Stuttgarter Hütte (AV Sektion Schwaben) wird am 1. August feierlich eröffnet

Am 9. August zieht abends ein Gewitter über dem Reuttener Talkessel auf. In Wängle brennt nach einem Blitzschlag ein bäuerliches Anwesen komplett ab, wobei sämtliches Mobiliar und eine Kuh ein Raub der Flammen werden

Die Ortsgruppe München des Touristenvereines "Die Naturfreunde" erwirbt im August die Musauer Alm

In den Sommermonaten wird der schon seit Jahrzehnten und Jahrhunderten eingestellte Bergbau im Teges- und Gafleintal durch eine deutsche Bergwerks-Gesellschaft wieder aufgenommen

Das Edelweiß wird unter Schutz gestellt

Im November bewilligt der Verkehrsausschuss einen Teil der Geldmittel für die Ausbesserungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Lechtaler Konkurrenzstraße

Am 19. Dezember tagt eine Notstandskommission im Lechtal, mit dem Ziel die wirtschaftlichen Verhältnisse im Bezirk etwas zu heben. Vor allem die Landwirtschaft und und der Handel mit Vieh war einer der drängendsten Punkte. Weiters wurde verlangt: Unterstützung bei der Eigenproduktion von Nahrungsmitteln, bei der Alpwirtschaft, eine Erleichterung der Militärpflicht zum Erhalt der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, Bekämpfung der Landflucht, Unterstützung bei der Lechregulierung, Verstaatlichung der Lechtalerstraße, Straßenverbesserungen speziell in den Seitentälern



1923keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
In der Kleinmünchner Baumwollspinnerei bricht am 2. März ein Feuer aus und zerstört dabei eine große Menge an Rohbaumwolle sowie Teile des Gebäudes. Zunächst wird von einer Selbstentzündung ausgegangen, tatsächlich hatte ein Jugendlicher aus Leichtsinn im Zuge einer Mutprobe ein Streichholz entzündet und in Richtung des Baumwollstockes geworfen. Der daraus folgende Brand verursachte einen Schaden von 440 Millionen Kronen und gefährdete die bei den Brandereignis anwesenden Personen schwer

Am 16. August stürzt die Brücke bei Stockach während der Nachtstunden ein, noch am Tag zuvor herrschte auf ihr ein lebhaftes Treiben und mehrere Fahrzeuge sind über die Holzbrücke gefahren



1931keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Mitte März türmen sich die Schneemassen teilweise bis zu 3 Meter hoch. Zahlreiche Dächer werden eingedrückt. Im Tannheimer Tal ist der Verkehr zusammengebrochen und das Postauto steuert das Hochtal für mehrere Wochen nicht mehr an. Die Post bringt der Briefträger mit den Skiern

Am 23. März erschüttert ein Erdbeben um 2 Uhr morgens das Gebiet um Berwang/Namlos

In Tannheim findet am 12. Juli die Erstaufführung des Andreas-Hofer-Spieles in einem eigens errichteten Freiluft-Theater statt

Allgemeiner Tiroler Anzeiger vom 4. August 1931
Am 1. August schlug der Blitz in eine Heuhütte nordwestlich von Häselgehr ein und tötete hiebei drei Männer, und zwar den Bauer Josef Lämmle aus
Griesenau, Vater von drei Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren, den Bauern Emanuel Lang, Vater von fünf Kindern im Alter van drei bis elf Jahren, und den Bauern Franz Berwanger, ebenfalls aus Greisenau, Vater von drei erwachsenen Kindern. Ferner wurden durch den Blitz noch der 38jährige Franz Berwanger jun. und die 20jährige Agnes Berwanger verletzt oder betäubt. Eine unter der Leitung des Gendarmeriepostens Häselgehr stehende Rettungsexpedition brachte alle Genannten zu Tal.
Von anderer Seite wird uns aus Häselgehr berichtet: Am 1. des Monats ging über das Gebiet von Häselgehr ein schweres Gewitter nieder. Auf den Hochbergwiesen, Häselgehrer Bleisen genannt, hatten sieben Personen in einer gemauerten Hütte Unterstand gesucht.
80 Meter davon entfernt befanden sich in einem Zelt die Brüder Singer, die beobachteten, wie ein Blitz in die Mitte der Ortschaft Häselgehr niederfuhr, wo tatsächlich im Gasthof

Die Fremdenverkehrszahlen brechen massiv ein und beinahe sämtliche Gästebetten bleiben leer

Auch die Bauernschaft sieht sich in einer misslichen Lage. Am 15. November findet eine Großversammlung der Außerferner Bauern in Reutte statt. Dort berichten sie von ihren Problemen und Nöten und stellen einen Forderungskatalog um Vergünstigungen und Steuersenkungen zusammen

Am 16. Dezember kommt es im Gerichtsgebäude in Reutte zu einem Brand. Dabei werden die oberen Stockwerke vom Feuer zerstört. In die unteren Räumlichkeiten dringt eine Unmenge an Wasser ein, ja es sickert sogar durch das starke Gewölbe in das Parterre



1951keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Bei einem Lawinenabgang bei Häselgehr werden am 21. Jänner 13 Hektar Wald vernichtet. Das Dorf selbst entging nur knapp einer Katastrophe, lediglich ein Haus wurde durch den enormen Luftdruck abgedeckt

Der zur Gemeinde Pfafflar gehörige Weiler Sack bei Bschlabs wird mittels eines Dammes gegen Lawinen gesichert

Über Reutte wütet am 1. August für etwa 20 Minuten ein schweres Gewitter mit bis zu 8 cm starken Hagelkörnern und richtet dabei erhebliche Schäden an Gebäuden und den Gärten an

In Bschlabs findet am 5. August das Musik- und Volksfest statt

In Pflach besteht die Gießerei- und Maschinenbaufirma Richard Sigl

Am Kniepass, zwischen Pflach und Oberpinswang, wird mit dem Bau des Kraftwerk Kniepass begonnen. Die Fertigstellung der Anlage wird bis 1953 andauern



1952keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Im Kleinwalsertal geht am 11. Februar eine Lawine auf die im Talboden gelegene Alpe Melköde nieder. Sie zerstört dabei mehrere der Hütten und tötet 20 zumeist junge Menschen. Man findet sie später in Nachthemden und Schlafanzügen. 30 Personen können lebend geborgen werden

Am 14. Februar fallen in Tannheim innerhalb eines Tages beinahe eindreiviertel Meter Neuschnee

In Reutte wird das Gymnasium gegründet

Außerferner Nachrichten vom 31. Dez. 1952
flugzeug zerriss seil einer materialbahn grießau bergheu häselgehr



1997keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
In Häselgehr lösen am Luxnacher Sattel Tourengänger eine Lawine aus. 4 Menschen finden darin den Tod

Am 15. Februar wird kurz vor Mitternacht eine Frauenleiche vom Brückenkopf der Gemstalbrücke - Gemeindegebiet Weißenbach - in die Tiefe geworfen. Wie sich später herausstellen wird, wurden dem Opfer schon im Vorfeld mindestens 16 wuchtige Hiebe mit einem scharfgeschliffenen Rückenspalter (Fleischerbeil) gegen Kopf, Nacken und Schulter zugefügt. Am 24. März 1998 wird der Lebensgefährte der Getöteten zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt

Der moderne Neubau des Bezirkskrankenhauses Reutte in Ehenbichl wird im Juli 1997 in Betrieb genommen