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Luis Gutheinz

Ein Leben für die Mission - Jesuitenpater Aloisius



Luis Gutheinz SJ - Ein Leben für die Mission from Jesuitenmission on Vimeo.

Alois Gutheinz wird am 12. Nov. 1933 in Tannheim als Sohn des Leopold Gutheinz und der Anna - geborene Grad - als zweites von insgesamt fünf Kindern geboren. Der kleine Luis besucht ab 1939 die Volksschule in Tannheim, 1945 wechselte er in das Paulinum nach Schwaz.

1953 tritt Gutheinz schließlich den Jesuiten in St. Andrä (Kärnten) bei und studiert ab 1955 in Pullach bei München Philosophie. Gutheinz hat sich in den letzten Monaten einen Plan zurecht gelegt, denn schon im Jahr 1952 erfährt er von der "verfolgten Kirche Chinas" - das entzündet den Funken, dort will er wirken, dort will er hin.

Als vorbereitender Schritt auf seinem Weg nach China arbeitet er zunächst an der Jesuitenschule "Aloisianum" in Linz als Lehrer, unterrichtet Musik. Die Zeit dort vergeht wie im Flug und 1961 ist es schließlich soweit. Im September kommt Gutheinz in Hsinchu (Taiwan) an, er fühlt sich jedoch niedergeschlagen. Seine Mutter war gerade einmal etwas mehr als einen Monat zuvor verstorben. Das nimmt ihn mit, er lebt sich dennoch ein, trifft viele neue Menschen, das lenkt ihn ab. Er hat aber seine liebe Not mit dem Erlernen der neuen Sprache. Das Auswendig-Lernen ist nicht so das Seine - er lockert seine Zeit des Studiums damit auf, Thesen der Philosophie in das Lateinische zu übersetzen. Das zeigte endlich Wirkung, daraus schöpft Luis Kraft.

Luis erweitert sein Studium in Theologie - besucht dazu eine Vielzahl an Fakultäten auf den Philippinen, in Taipei und schließlich in Rom, an der Gregorianischen Universität.

1975 bittet ihn ein Mitbruder, er möchte ihn doch in ein Leprosarium begleiten. Luis ist für neue Erfahrungen offen und folgt ihm - in einem Zentrum der Jesuiten besucht er und sein Freund einen Ort mit Namen "fröhlicher Garten". Luis ist geschockt - einige Leprakranke fristen dort ihr ärmliches und isoliertes Dasein. Mitgenommen von der Situation sucht er an diesem Tag die Stille - weint - und spürt wieder dieses Feuer. Der Funke war abermals übergesprungen - hier wollte, ja musste Luis einfach helfen. Das war seine höchstpersönliche Mission, das IST seine höchstpersönliche Mission, die er nach wie vor betreibt. Jeden Sonntag feiert er im Kreise der an Lepra erkrankten die Messe.

Die "westliche und östliche Welt" sind ihm inzwischen zu gleichen Teilen "Heimat" geworden. Auf jedem Kontinent, an jedem Ort fühlt er Frieden wenn er nur helfen kann, beistehen kann - mit der Hilfe Gottes.





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