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Keller Adalbert

Keller Adalbert, Vils
Geburts-, Wohn-
oder Arbeits- und Wirkungsort

Vils

Sterbe- bzw. Todesjahr
1927

nach 14 tägigem Ehestand beim Pöllerschießen verunglückt


Außferner Bote vom 23. Juni 1927
Vils. (Tödlich verunglückt beim Böllerschießen.) Ein gräßliches Unglück ereignete sich am 16. Juni nachmittags beim Fronleichnamsschießen. Den Böller bediente der 30 Jahre alte H. Adelbert Keller von hier, ein Feuerwerker vom Fach, dem das Unglück zustieß, daß ein Böller vorzeitig losging. Die Ladung ging ihm mitten ins Gesicht, riß ihm den ganzen Oberkiefer weg und verletzte ihn auch in der Augengegend schwer. Außerdem scheint ihm der Böller selber noch aus die Brust gefallen zu sein. Wie das Unglück sich ereignen konnte, steht nicht fest, da Augenzeugen fehlen. Man nimmt an, daß eine Zündschnur zu rasch durchbrannte oder daß er überhaupt die Zündschnurstücke etwas zu kurz bemessen hatte und vor der Explosion nicht mehr wegkam. Der Unglückliche lebte nur noch etwa eine Viertelstunde; der aus Füssen herbeigerufene Arzt, Herr Dr. Holzer, konnte bei seiner Ankunft nur mehr den Tod konstatieren. Das entsetzliche Unglück trifft seine Frau umso schwerer, als sie erst seit 14 Tagen mit dem Betroffenen verheiratet war. Die Beerdigung fand am Samstag statt. Schützen, Veteranen und Feuerwehr deren Mitglied er war, nahmen korporativ teil. Keller hat den Feldzug bei einem Sturmbaon mitgemacht und geriet 1918 in ital. Gefangenschaft.
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