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Reutte und der Salzhandel





Bildquelle: Grünes Haus - Museumsverein des Bezirkes Reutte


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Bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts war Reutte ein eher unbedeutendes, kleines Dorf. Breitenwang galt bis dahin als das eigentliche Zentrum der Region. Die Wende brachte 1464 der Bau der Brücke von Reutte aus, knapp unterhalb des Wolfsberges über den Lech nach 'der Aschau' (wie Lechaschau früher genannt wurde). In den Jahren zuvor diente eine Furt bei Ehenbichl als Übergang in die heute noch als 'Platten' bezeichnete Örtlichkeit bei Höfen.

In einem Schreiben vom 7. Juni 1494 bekundet König Maximilian, dass die Wochen- und Jahrmärkte in Reutte zur vollsten Zufriedenheit ablaufen und auch ein Kornhaus sowie offene "Marktstätt" in Mittelreutte sich befinden. Für Unterreutte wird ein Salzstadel erwähnt. Damit aber die Bürger und Untertanen zu Oberreutte und der Kög (Kay) ebenfalls etwas davon haben, wird ihnen mit dem Schriftstück verbrieft, dass die Niederlage und Rod, welche herein oder außer Landes geht, künftig bei ihnen sein soll. Nur das erforderliche Ballhaus müssten sie auf eigene Rechnung errichten.

Am 13. November 1612 erlässt der Ehrenberger Pfleger Burkhard Laymann eine neue Rodordnung, welche besagt, dass das Salz im Markt Reutte abzuladen und zu fertigen (abfertigen) ist. Die Gerichtsobrigkeit verordnet für den Lebensunterhalt in den Pfarren Breitenwang und Aschau, dass zwar das Salz im Salzstadel zu Reutte und in keinen anderen Häusern abzuladen und vom Faktor unverzüglich nach Vils, Weißenbach oder Füssen weiterzuleiten ist, ohne die Fässer zu beschädigen, doch sollen die Fuhrleute der beiden Pfarren jedes dritte Fass und Reutte die anderen Fässer transportieren. Nur wenn sie die Menge der Fässer selbst nicht schaffen, dürfen andere Gerichtsleute Salz laden. Beschädigte Fässer und Panzen dürfen erst nach Anzeige an den Faktor geladen werden. Mehr als eine Fahrt je Tag darf kein Fuhrmann durchführen.




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