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Namlos


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Bezirk Reutte

Region: Lechtal


erste urkundliche Erwähnung: 1286 - Namels
Fläche: 28,76km²
Höhe: 1263m
Ortsteile: Kelmen

Funde


Zwei bronzezeitliche Lappenbeile (~ 1500 v. Chr.) wurde im Bereich der Imster Ochsenalm gefunden.


Kaplaneikirche Namlos - Foto © Fuchs G.

Besiedelung


Gleich wie die Nachbargemeinde Berwang wurde auch Namlos von Imst (Inntal, Gurgltal) aus besiedelt. Die Toten mussten bis zum Ende des 17. Jahrhunderts über das Steinjöchl nach Dormitz (bei Nassereith) gebracht werden.

In einem Aufsatz im Allgemeinen Tiroler Anzeiger vom 27. Dezember 1930 des Autors Isidor Hopfner steht dazu geschrieben: "Namlos... [...] ...taucht zum erstenmal gegen Ende des 13. Jahrhunderts aus dem Dunkel seiner Vergangenheit ins Licht der Geschichte... [...] ...merkwürdigerweise sind seine Geschicke weit mehr mit dem Inn- als dem Lechtal verflochten. Holzfäller aus der Imster Gegend, so berichtet man, ließen sich, um den sechsstündigen Heimweg nicht immer wieder machen zu müssen, auf der Alpe nieder und gründeten ein eigenes Heim..."

Einer dieser Holzfäller könnte unter dem Namen Amel bekannt gewesen sein, da man annimmt, dass der Name Namlos sich von eben diesem Personennamen ableitet.

Die Pest


berbeleshöhle bärbeleshöhle namlos
Bärbeleshöhle
In den Pestjahren um etwa 1630 verließ ein Weiblein mit Namen Bärbele den Ort um sich aus Furcht vor Ansteckung in eine Höhle, etwa eine Gehstunde von Namlos entfernt, zurück zu ziehen. Diese Höhle nennt man heute noch die "Bärbeleshöhle" und den umliegenden Wald den "Bärbeleswald". Ob sie dadurch letztlich die Seuche überlebt hat ist nicht überliefert. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts war die Einrichtung innerhalb der Höhle in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Eine Pritsche und ein Ablagebrett mit darauf befindlichen Heiligenbildchen hatten die knapp 300 Jahre überdauert. Heute ist der hintere Teil der Höhle eingestürzt und auch der umgebende Fels zeigt deutliche Spuren der Erosion, der Höhleneingang ist in dem steilen Gelände und dem teils überhängenden Wandfuß aber noch gut zu erkennen.

Erdbeben


Am 8. Oktober 1930 erschüttert ein Erdbeben der Stärke 5,3 nach Richter die kleine Gemeinde. 31 von insgesamt 47 Kaminen stürzen ein und auch einige Häuserfassaden werden danach von Rissen durchzogen. Insgesamt verursacht das Beben einen hohen Sachschaden.

Skigebiet Namlos


Bereits im Jahr 1938 befasste man sich damit, ein neues Skigebiet im Gebiet von Namlos zu erschließen. So ist in einem Artikel in den Innsbrucker Nachrichten am 18. Januar 1939 zu lesen: "Das bisher nur dem Eingeweihten bekannte, 1300 Meter hoch gelegene, prachtvolle Skigebiet von Namlos in den Lechtaler Alpen wird mit Unterstützung des Reichsbundes für Leibesübungen, Fachamt Skilauf, für den allgemeinen Wintersportverkehr erschlossen. Die dort befindlichen vier Großabfahrten und eine Reihe weiterer schönster Touren wurden mit etwa 1000 amtlichen Skimarkierungstafeln gekennzeichnet.
Folgende hervorragende, zum Teil bis in den Mai schneesichere Abfahrten sind damit auch dem Ortsfremden erschlossen: Namloser Wetterspitze, Engelspitze, Vorderer Grubigkopf, Anhalter Hütte, Galtjochspitze, Kelmer Kopf und andere. Die Abfahrten haben 900 bis 1300 Meter Höhenunterschied und sind durchwegs baumfrei.
Mit diesen glänzenden Tourenmöglichkeiten im weitgehendsten, schneesicheren Uebungsgelände von Namlos erhält Tirol ein neues, zugkräftiges Wintersportgebiet."


von Berwang losgelöst


Erst ab dem Jahr 1949 wird Namlos (mit Kelmen) zu einer eigenständigen Gemeinde. Zuvor war der Ort der heutigen Nachbargemeinde Berwang unterstellt.

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