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Die Nachkriegsjahre

Der Wiederaufbau



Der Reuttener Bürgermeister Lothar Kelz hatten nach dem Einmarsch der Amerikaner die schwierige Aufgabe, die "Befreier" zu einer kampflosen Einnahme von Reutte zu bewegen. Sie fuhren den Amerikanern mit gehisster weißer Fahne entgegen. Er lieferte sich als Geisel aus um für die Bevölkerung Schonung zu erwirken. Er war der Garant, dass in Reutte kein Schuss fallen würde. Inzwischen hatten auch die meisten Bewohner von Reutte weiße Fahnen geschwenkt.
Bürgermeister Kelz ging als Geisel vor den amerikanischen Panzern voran. Die Mehrzahl der Bewohner von Reutte feierten sie als Befreier, die Lage schien entspannt. Am 30. April jedoch, detonierte im Gebäude der Kreisleitung eine mit Zeitzünder versehene Bombe, welche drei amerikanische Soldaten mit in den Tod riss.

Das Vertrauen war verspielt - die vermeintlichen Befreier beobachteten die Reuttener Bevölkerung nun mit Argwohn.

Grän und Tannheim


In Grän, welches nach fanatischem deutschen Widerstand durch amerikanische Granaten beinahe zur Gänze in Brand geschossen wurde, kam es in Folge zu keiner nennenswerten Gegenwehr mehr, sodass die Truppen ebenso kampflos Tannheim einnehmen konnten. Eine Woche später wurde die US-Army von französischen Truppen abgelöst - auch im Raum Reutte.

Gerade durch marokkanische Truppenverbände kommt es in Folge zu zahlreichen Übergriffen auf die Zivilbevölkerung. Vor allem Frauen und Mädchen sind auf den Straßen nicht mehr sicher und suchen in der Kirche oder im Widum Schutz. Trotzdem ereignen sich zahlreiche Vergewaltigungen, ja auch Morde.

Erst nach dem Abzug der Besatzungstruppen kehr endlich wieder Friede ein.


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