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Dr. Hermann Stern

Rechtsanwalt, Geschäftsmann und Visionär



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Dr. Hermann Stern
Im April 1911 stellt sich der aus Innsbruck stammende Stern als Kandidat bei den Reichsratswahlen - jedoch ohne Erfolg. Zumindest im vereinsmäßigen Umfeld von Reutte nimmt sein Engagement stark Fahrt auf und so wird Stern im September 1911 zum Obmann des Fremdenverkehrsvereins, im November des Wintersportvereins gewählt und agiert im Dezember als Gründungsmitglied des hiesigen Verschönerungsvereins.

Innsbrucker Nachrichten vom 2. Sept. 1916
...Advokat Dr. Hermann Stern der nordtirolischen Advokatenkammer hat seine Uebersiedlung von Reutte nach Brixen a. E. mitgeteilt...

Stern bleibt aber trotz der Meldung zur Übersiedlung in Reutte wohnhaft.

Dr. Hermann Stern war Rechtsanwalt, aber auch und vor allem agiler Wirtschaftspionier sowie Vizebürgermeister von Reutte. Stern spielte bei mehreren, für das Außerferner Wirtschaftsleben hochgradig erfolgreichen Unternehmen die Rolle als Wegbereiter: EW Reutte, Metallwerke PLANSEE, der Bau der Tiroler Zugspitzbahn, Tiroler Ölwerke, Förderung des Fremdenverkehrs und darüber hinaus auch die Unterstützung zum Bau des Krankenhauses in Kreckelmoos und die Schaffung vieler neuer Arbeitsplätze in im Wesentlichen wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Tätigkeitsfeld



Ausferner Bote vom 8. Juli 1926
"...Dr. Hermann Stern, der in immer weiterem Kreise die wirtschaftliche Hebung seiner zweiten Heimat Außerfern zäh verfolgte, gab seiner Idee den realen Boden. Es ist Dankespflicht, Dr. Sterns Verdienste um Reutte und Außfern einmal auch an dieser Stelle zu gedenken. In harter, nervenaufreibender Kleinarbeit verstand dieser Mann die Hindernisse zu beseitigen, die sich immer wieder in die schon durch die Naturgewalten genügend erschwerte Arbeit schoben. In einer Zeit größter, wirtschaftlicher Not, die jeden Schilling mit eisernen Krallen festhielt, brachte er die auch für großzügige Pläne gewiß erhebliche Summe von 25 Milliarden zusammen und schuf Hunderten, die brotlos feiern mußten, Arbeit und Verdienst, und was den augenblicklichen Verdienst überwiegt, eine in ihren Folgen heute noch nicht abzusehende Zukunft für den ganzen Bezirk..."

Außferner Bote vom 10. Dez. 1927
Reutte, 6. Dez. In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag wurde in die Kanzlei des Rechtsanwaltes Dr. Hermann Stern in Reutte, Präsidenten der Zugspitzbahn A.-G. eingebrochen und dabei die gesamten Geschäftsbücher, unter denen auch die Bücher der Zugspitzbahn A.-G. waren, gestohlen. In der zweiten Nacht wurden dann die Bücher zurückgebracht, und zwar in einem sehr beschmutzten und beschädigten Zustande.
Innen fanden sich frische Tintenflecke, welche zeigten, daß die Diebe Abschriften genommen haben. Durch den Lärm in der zweiten Nacht aufgescheucht, wurden die Inwohner des Hauses aufmerksam gemacht und sprang dann der Dieb, als er dies merkte, durch das Fenster ins Freie.


sonstige Errungenschaften an welchen Stern maßgeblich mitwirkte



Zu Beginn des Jahres 1928 beschuldigt der neue Bürgermeister Turri Stern der Veruntreuung von Gemeindegeldern. Es gipfelt im sogenannten Zugspitzbahnskandal und zieht sogar mehrere Verhaftungen nach sich.


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