Donnerstag - 18. Juli 2019


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Tirol und Vorarlberg

Topographie mit geschichtlichen Bemerkungen


Staffler - Tirol und Vorarlberg

Autor

Staffler Johann Jakob
Verlag
Rauch Felician
Erscheinungsjahr
1841



Kurzbeschreibung oder Klappentext


"...ohne Schminke und Aufputz, in seiner natürlichen Gestalt soll uns das Land vor das Auge treten, mit seinen Blumen und seinen Dornen, mit seinen Glanzpunkten und seinen Flecken, rein und ungekünstelt, wie es aus den Händen des Schöpfers hervorging, und wie der Geist und die Kraft der alten und neuen Bewohner in ihren Werken der Kunst, des Fleißes und der Laune darin sich ausprägte. Zwar trägt das Land viele rauhe, ernste und düstere Seiten zur Schau, und beim Anblicke mancher Scene tritt sogar der Beherzte mit einem unheimlichen Schauer zurück; allein es bewahrt dabei, reichlich entschädigend, einen Schatz der seltensten Naturschönheiten und der anziehendsten Merkwürdigkeiten in solcher Fülle, daß dessen Beschreiber selbst in dem Falle, wenn er mehr belustigen als unterrichten wollte, wahrlich keiner Feengrotten und keiner Drachenhöhlen, auch keiner Dichtermärchen und keiner Koboldspossen bedarf, um Reitz und Interesse zu wecken.
Zur Beleuchtung der Gegenwart oder auch zur Erheiterung sind Erinnerungen aus der Vorzeit überall, wo es thunlich war, eingeflochten, jedoch meistens nur in kurzen Umrissen, weil dieselben einerseits zum Wesen der Sache nicht gehören, und weil andererseits deren zu weit gedehnte Behandlung der wünschenswerthen Mäßigkeit des Buchsumfanges entgegen wäre. Nur jene über die wichtigern Kriegsereignisse wurden ihres höhern Interesse wegen umständlicher erörtert.

Um den Werth der geschichtlichen Mittheilungen gehörig würdigen zu können, wird Mancher eine nähere Rechtfertigung derselben, oder doch die Angabe der dazu benützten Quellen erwarten. Allein zur Hoffnung auf Nachsicht berechtigt mich die Versicherung, daß ich, äußerst vorsichtig, nur aus möglichst genuinen Quellen schöpfte, wozu mir die günstigsten Verbindungen mit bewährten Männern, der freie Zutritt zu Bibliotheken und Archiven, und mein Dienst-Verhältniß die beste Gelegenheit bothen, und daß die Bezeichnung der Quelle bei jedem einzelnen historischen Datum (bei besonders interessanten wird man sie auch nicht vermissen) wegen ihrer Unzahl weder mit einem ordentlichen Vortrage, noch mit der Oekonomie meines Planes vereinbarlich gewesen wäre. Uebrigens berufe ich mich auf die in der Vorrede zu meinem ersten Theile berührten Quellen..."