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Auf den Spuren der Meister

Die Vita des Heiligen Magnus von Füssen


Vita des Heiligen Magnus von Füssen

Autor

Walz Dorothea
Verlag
Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart
Erscheinungsjahr
1996



Kurzbeschreibung oder Klappentext


Magnus von Füssen, "deutscher Nothelfer" und Drachentöter

Kaum ein anderer Heiliger im bayerisch-alamannischen Raum ist so volkstümlich geworden wie "Sankt Mang", der "Apostel des Allgäus". Noch heute erinnert mancher Orts- und Flurname an ihn, besonders in der Füssener Gegend, wie die Mangmühle bei Roßhaupten, der St. Mang-Sessel, eine Höhe im Lechtal bei Reutte, oder der Mangentritt am Lusaltfelsen in der Lechschlucht südlich von Füssen mit den Fußspuren des Heiligen, aber auch in weiterer Entfernung, wie St. Mang bei Kempten, der in den Inn mündende Mangfall oder das Mangfallgebirge. Hinzu kommen die zahlreichen Kirchen und Kapellen mit seinem Patrozinium, vor allem im Bistum Augsburg, wo der hl. Magnus als Bistumspatron verehrt wird, zusammen mit der hl. Afra und dem hl. Ulrich. Während aber von der frühchristlichen Märtyrerin Afra nur vier Patrozinien bekannt sind, steht Magnus mit immerhin 22 Kirchen und Kapellen nur wenig dem großen Bischof Ulrich von Augsburg nach. Am dichtesten sind sie in Füssen gesät, dem Zentrum der Verehrung. Hier hat der hl. Magnus gelebt und eine Zelle gegründet, aus der das Kloster St. Mang hervorging, hier war auch der Tradition nach sein Grab.

Gefeiert wird der hl. Magnus als Glaubensbote, der das Christentum ins Allgäu gebracht haben soll. Den weitaus größeren Ruhm aber genießt er als Herr über wilde Tiere, als Schlangenaustreiber und Drachentöter und erfüllt in dieser Rolle dieselbe Funktion wie die großen Drachentötergestalten aus Sage und Mythos: Siegfried, Herakles und Michael. In dieser Eigenschaft lebt er in vielen Volkssagen fort.