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Bad Kreckelmoos

Das Schwefelbad am Tauern



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Das 'Daura'-Bad


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1450 wird im Kreckelmoos ein Weiher angelegt. Ob er mit dem Bad in einer Verbindung stand, lässt sich nicht sagen.

Im Kreckelmoos bei Breitenwang wird 1555 eine 'Badehütte' errichtet. Bereits sechs Jahre später wird die einfache 'Hütte' durch ein 'festes Haus' ersetzt, woraufhin der Badebetrieb zunimmt und sich schon bald als eine ausgesprochen beliebte Badeanstalt etabliert. In einem Beitrag über das Tauernbad schreibt man 1952: "Das Kreckelmoos war damals noch ein richtiges 'Bauernbadl' mit primitiver Einrichtung, wo beide Geschlechter nur durch 'Firhäng' oder hölzerne Zwischenwände voneinander getrennt waren". Ab dem Jahr 1602 folgen weitere, umfangreiche Aus- und Zubauten, welche es zu einem stattlichen 'Heilbad' und einer ersten attraktiven Badeanstalt machen.

Um das Jahr 1700 scheint die Schwefelquelle allerdings wieder zu versiegen und das Bad muss vorerst aufgelassen werden.
1719 gehen der damalige Bürgermeister von Reutte und der Handelsfaktor Johann Amann, ebenfalls ein Reuttener, daran das Bad mit einem umfassenden Ausbau zum Kurhaus zu erweitern. Ein neues Badhaus mit einem großen Kupferkessel bilden das Kernstück der Anlage, in welche das heilsame Schwefelwasser eingeleitet wird. 5 Kreuzer an Badegeld pro Tag und Nutzer erhält der Betreiber, er muss jedoch den Reuttenern die Abfüllung von Schwefelwasser unentgeltlich zur Verfügung stellen.

1758 tritt Dr. Peter Paul Mayr in Reutte seinen Dienst als Gemeindearzt an. Er gilt als ein großer Förderer des Schwefelbades in Kreckelmoos.
An das Bad wird auch bald eine Gaststätte angebaut, in welcher Speisen und Getränke serviert werden. Auch Stallungen finden sich auf dem Anwesen, ebenso wie ein angelegter Fischteich.

1791 wird die Kuranstalt nochmals einer umfangreichen Sanierung unterzogen und zum Beheizen des Kessels darf Amann auch Holz vom nahe gelegenen Tauern beziehen.
Im April 1828 gelangt das Badanwesen nach einem Konkursverfahren aber dann zur Versteigerung. Noch Jahre später wird das Bad in diversen Schriftwerken lobend erwähnt: "...in einer lachenden Lage im Bade Kreckelmoos eine doppelte Gesundquelle dem Boden entströmt..."
Einige Notizen über den Pfarrbezirk Breitenwang, Kögl Josef (1830)

Oder hier: "...südlich von Breitenwang am westlichen Ende des Tauren entspringt eine Mineralquelle zu einer Badeanstalt, im Kreckelmoos genannt, mit bekanntem Erfolge benützt. Dabei ist ein herrliches Gebäude mit einer Kapelle aufgeführt, ähnlich einem Kloster, weil der Erbauer Jakob Magnus Amman, wie man sagt, hier ein Kapuziner-Kloster zu gründen beabsichtigte..."
Tirol und Vorarlberg; Johann Jakob Staffler (1841)

Die neuen Eigentümer der Badeanstalt denken tatsächlich an eine Reaktivierung und geben die Planung eines Schwefelwasser-Pumpwerkes in Auftrag. Aber schon kurz nach der Auftragsvergabe beschließt man aufgrund eines Gutachtens von dem Vorhaben abzusehen. Es erscheint einfach nicht mehr rentabel.

Der Wandel vom Bad zur Allgemeinen Heilanstalt


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Bilderreihe aus dem Inneren der Heilanstalt von Ingo Humer
dieser Tage ging das altbekannte Schwefelbad Kreckelmoos bei Reutte aus dem Besitze des Herrn Kußtatscher in die Hände des Ordens der Barmherzigen Brüder über, der das Bad zu einem Heilbad mit Sanatorium ausbauen will
Innsbrucker Nachrichten vom 22. Jänner 1925

1925 übernimmt der Orden der Barmherzigen Brüder das altersschwache Gebäude. Das Bad steht weiterhin in Betrieb, ein Großteil des Gebäudes wird jedoch einer neuen Verwendung zugeführt.

1926 wird der Umbau des ehemaligen Kurhauses zu einem Allgemeinen Krankenhaus nach dreijähriger Bauzeit abgeschlossen. Am 12. Dezember erfolgt die Einweihung durch Bischof Sigismund Waitz [1].

1951 kommt es unter der Leitung des Paters Prior Ignatius Conradi und der Mithilfe der beiden großen Reuttener Industrien (Metallwerk Plansee und Textilwerke) zu der Inbetriebnahme der neuen "Internen Abteilung", welche zu Beginn des Jahres 1952 ihre Arbeit aufnehmen kann [2].

Der Dienst an den Kranken und Verwundeten endet schließlich 1968 in den alten Räumlichkeiten, noch im selben Jahr geht das neue Bezirkskrankenhaus in Ehenbichl in Betrieb.

Einzelnachweise


1. Anmerkung Dr. Richard Lipp
2. Ausserferner Nachrichten, 14. April 1951





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