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Der Augsburger Kaufmann



In einem Hause zu Namlos, ohnweit Berwang, in dem am Ausgange furchtbar wilden und schwer zugänglichen Rothlechthale, liegt ein Schatz, den einst, zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, auf einer Reise durch diese Thalschluchten ein Kaufmann aus Augsburg vergraben hat. Aber er schrieb nichts darüber nieder, und da ihn bald darauf feindliche Truppen in ihre Gewalt bekamen, und ihn ermordeten, da sie keine Beute bei ihm machen konnten, so mußte sein Geist nach jener Stelle Hinschweben und dort seinen Schatz so lange hüten, bis einst einem seiner Nachkommen es glückt, den selben zu holen und seiner dann theilhaftig zu werden. Dieser Schatzhüter zeigt sich in Gestalt eines uralten, kleinen, grauen Männleins, mit einer grünen Brille auf der Nase, einer Feder hinterm rechten Ohr, und spielt beständig mit einer Zirbelnuß, dem Wappenbilde der Stadt Augsburg, oder klingelt mit drei Schlüsseln, welche eines der alten Augsburgischen Patriciergeschlechter, die Portner, im Wappen führten. Vielleicht entstammte derselbe Schatzhüter diesem Geschlechte.





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