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#1 19.01.2020 21:49:45

Kalle
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Aschauer Alpen

Wie so oft in den Schriften des 19. Jahrhunderts werden die Alpen der Gemeinden Höfen, Wängle und Lechaschau als die 'Aschauer Alpen' zusammengefasst. Auch in dem Buch 'Statistik der Alpen von Deutsch-Tirol' von Ludwig Graf aus dem Jahr 1882 wird diese Vorgehensweise angewandt.

Unter dem Punkt Gebäude, nennt Graf die Menge von 15 Sennhütten nebst Stallungen (welche sich außerdem zum Zeitpunkt der Erfassung nach Aussage des Autors wohl in einem 'mittelmäßigen Zustand' befanden). Die Produktion von Käse und Butter würde von jeder Hütte einzeln besorgt, wobei auch 14 Hirten und 4 Geißhirten auf den Alpen angestellt wären.

Die Frage ist nun, wo sich diese Anzahl von Alpen befunden haben soll?

In Betracht kommen sämtliche Alphütten im Gebiet zwischen der Gaichtspitze im Süden, über den Hahnenkamm zur Schneid und weiter zu der Gehrenspitze im Norden und von dort über den Ostgrat hinaus zu der Blachenspitze, bis über die Koppen hinab in Richtung Costaries-Kapelle.

Kommt damit für so manchen Hüttenstandort die Zahl mehrerer Sennalpen in Frage?

Ich glaube mich erinnern zu können, dass mir mal jemand gesagt hat, dass sich beispielsweise am Leinenschrofen oberhalb von Wängle einmal eine Hütte befunden hatte. Ob Hirtenhütte oder Sennhütte ist mir aber nicht bekannt. Laut der Darstellung im Franziszeischen Kataster (1810 bis etwa 1870) gab es im Bereich der Gehrenalpe 4 Gebäude. Vermutlich bestehend aus 2 Sennalpen und 2 Stallungen bzw. Hirtenhütten. Auch im darunter befindlichen Loxeries oder auch Luchseries sind 4 Hütten verzeichnet. Auch hier dürfte sich vorangegangenes Bild für die Aufteilung ergeben.

Am Südost-Abhang der Schneid sind noch heute die Grundmauern der Hochfeldalpe zu erkennen. Ob es diese Alpe um 1880 bereits gab ist zumindest aus vorgenanntem Kartenwerk nicht ersichtlich. Die heutige Lechaschauer Alpe dürfte demnach aus 2 Gebäuden bestanden haben, wobei ich eine Hirtenhütte und eine Sennalpe annehmen möchte.

Im Bereich der heutigen Cilli-Hütte, welche noch vor rund 150 Jahren offenbar als Melk- oder auch Voralpe bezeichnet wurde, sind vermutlich 2 Sennhütten und ganze 6 Neben- oder Stallgebäude eingezeichnet. Die Höfener Alpe scheint 1 Hütte und 2 Stallungen umfasst zu haben.

Zum Zeitpunkt der Bestandsaufnahme dürfte auch noch die ehemalige Weißenbacher Sennalpe am sogenannten Plächele, etwa 300 Meter Luftlinie östlich der alten Hahnenkamm-Bergstation, bestanden haben. Diese bestand den heute noch ersichtlichen Grundmauern zufolge aus einer Haupthütte und einer Stallung, vielleicht aber auch zwei Sennhütten.

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die alten Weißenbacher Sennhütten am Plächele


Diese Auflistung ergibt jedoch nur maximal 11 Sennalpen nebst zahlreichen Stallungen oder auch Hirtenhütten. Wo könnten sich also die restlichen mindestens 4 Sennhütten befunden haben?

Möglich wäre beispielsweise noch eine solche am Holzer Älpele, etwa 100 Meter nördlich der heutigen Cilli-Hütte. Vielleicht gab es auch im oberen Gundental einmal eine Sennalpe?

Vielleicht kennt jemand noch alte Standorte von gesuchten Alpen? Über Hinweise würde ich mich freuen!

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